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brüskierter Baron schrieb am 3.10. 2026 um 21:13:00 Uhr über

CivilizationII

CivilizationII, der zweite Teil von Sid Meier’s Civilization, der weltweit bekannten und geliebten Videospielreihe.

Der zweite Teil hat eine etwas andere Dynamik als CivilizationI oder CivilizationIII.
Zunächst wirkt die Karte viel größer und die Anzahl der spielbaren Zivilisationen ist größer. Die Musik, besonders »Aristotle's Pupil«, »Hammurabi's Code« und » Tenochtitlan Revealed«, sind echte Ohrwürmer. Besonders »World of Jules Verne« jagen einen noch angenehme Schauer über den Rücken.

Der zweite Teil von Civilization war zugleich der Teil, der am Stärksten gemodded wurde. Es gab sogar eine Version, die sprichwörtlich den Aufstieg menschlicher Zivilisation zu den Sternen darstellte. Inklusive Konkurrenz, versteht sich.

CivilizationII fügt eine neue Regierungsform hinzu: Fundamentalismus.
Extreme Verluste bei Forschung und Wissenschaft, dafür aber Fanatiker als beinahe freie Einheit (man muss sie nur produzieren) und sehr wenig Ausgaben, sowie zusätzliche Einnahmen durch den Zehnten.
Es gibt bis heute das Gerücht unter Fans, dass diese Regierungsform hoffnungslos overpowert ist. Man kann sie aber durch waffentechnische Überlegenheit oder demokratischen Kapitalismus an die Wand spielen.
Despotismus ist dagegen komplett sinnlos, sollte so schnell wie möglich getauscht werden.

Barbaren spielen eine größere Rolle. Hier gibt es zwei Typen, Landbarbaren und Piraten. Der Unterschied? Eine Fraktion konnte Städte einnehmen und sie, man erlaube mir den Vergleich, wie ein Virus herunterwirtschaften, um weitere Barbareneinheiten zu bauen. Die anderen klauten, wie im ersten Teil, nur Geld.
Die Landbarbaren verschwanden, wenn die Karte aufgedeckt wird.
Das erinnert uns an »hostes humani generis«, >Feinder der gesamten Menschheit<, eine juristische Kategorie für unter anderen Sklavenhändler und Piraten.

Ganz nett waren die Wundervideos. Kleine Filmchen, die beim Erbauen von Weltwundern einmalig abgespielt wurden, als kleine Belohnung für den Gamer.

Ach, die Nachgeborenen werden es nie wissen, wie sich das angefühlt hat, wenn man irgendeine asiatische Zivilisation ausgewählt hat, von der man nichts wusste, und dann eine neue, geheimnisvolle Weltkarte aufdeckte. Besonders, wenn man weder die Spielmachanik, noch die reale Weltgeschichte besonders gut kannte. Unbezahlbar.


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