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Gelbsucht schrieb am 9.5. 2004 um 23:05:30 Uhr über

Muscheln

Jede fünfte Muschel aus dem Mittelmeer ist laut einer Studie des Münchner Tropeninstituts mit Hepatitis A infiziert. Proben von Schalentieren im süditalienischen Mittelmeer hätten auch ergeben, dass sogar zwei Mal so viele oder rund 40 Prozent der Muscheln geringe Spuren von Hepatitis-Viren aufwiesen. Jedes fünfte Tier gelte als »hochinfektiös«.

Studien der nationalen Gesundheitsbehörde in Rom und Untersuchungen aus Spanien bestätigten den Verdacht. Auch in Proben aus Griechenland konnten Hepatitis-A-Viren nachgewiesen werden, die eine infektiöse Leberentzündung auslösen können, die so genannte Gelbsucht. Neben Fieber, Übelkeit und allgemeiner Abgeschlagenheit ist vor allem die Gelbfärbung von Haut und Augen typisch für die Erkrankung.
Häufung von Hepatitis-A-Fällen nach den Ferien

»Die Ergebnisse sind eine Erklärung dafür, warum ein Großteil der Hepatitis-A-Fälle, die nach Deutschland importiert werden, nach den Ferien auftreten«, sagte Prof. Thomas Löscher, Leiter des Tropeninstitutes. Vor allem Nordeuropäer sind ansteckungsgefährdet, da man davon ausgeht, dass man dort normalerweise nicht mit dem Erreger in Verbindung kommt.

Impfung für Muschelliebhaber

»Wer gerne Muscheln oder Schalentiere isst, sollte geimpft sein«, rät Löscher. Eine Impfung gegen die so genannte Gelbsucht sei auch noch kurzfristig vor Reisebeginn möglich. Der beste Schutz gegen die Leber-Infektion beim Muschelessen ist jedoch gutes Abkochen: Temperaturen über 70 Grad töten die Erreger.


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