virtuell
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Neulich fragte mich jemand: »Was ist der Unterschied zwischen fiktiv und virtuell?«
Ich gab ihm folgende Antwort: Virtuell ist Fiktives, das Du als real behandelst.
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| Durchschnittliche Bewertung | 0,119 Punkte, 17 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 24.2. 1999 um 15:03:28 Uhr schrieb Tanna über virtuell |
| Der neuste Text | am 31.10. 2024 um 07:38:48 Uhr schrieb schmidt über virtuell |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 17) |
am 26.4. 2002 um 20:39:30 Uhr schrieb
am 17.5. 2005 um 22:23:48 Uhr schrieb
am 5.1. 2012 um 21:03:11 Uhr schrieb |
Neulich fragte mich jemand: »Was ist der Unterschied zwischen fiktiv und virtuell?«
Ich gab ihm folgende Antwort: Virtuell ist Fiktives, das Du als real behandelst.
Jeder von uns lebt in einer virtuellen Realität. Realität ist in einem gewissen Sinne immer virtuell, denn sie existiert nur in unseren Köpfen.
Die physische, äußere Realität des uns umgebenden Universums ist viel zu komplex, viel zu groß, als daß wir sie jemals verstehen oder vernünftig darin leben könnten. Daher erschafft sich unser Gehirn aus den Sinnesinformationen, die es von außen erhält, eine virtuelle Realität, eine Abstraktion, die bestimmte Muster in unseren Sinneswahrnehmungen als relevant und andere als irrelevant einordnet.
Wir leben alle in einer virtuellen Welt. Fertiggerichte enthalten nur dem Namen nach natürliche Bestandteile, der Gummibaum im Wohnzimmer ist wirklich aus Gummi. Wir kennen die Probleme der Figuren aus den Seifenopern besser als die unserer Freunde und geben uns lächerlichen Zukunftsträumen hin, ohne auch nur zu versuchen sie zu erreichen. Selbst wenn wir die Fliege auf der Erdbeertorte erschlagen benutzen wir eine Plastikpatschehand - ohne jeglichen Berührungspunkt zur Realität.
Modewort. Kann alles sein: Geld, Liebe, Wissen (und schon an diesen drei Begriffen kann man sehen, daß es in Wirklichkeit NICHTS gibt, was sie verbinden könnte - virtuell existiert also als Begriff nicht. q.e.d.).
Das Virtuelle ist die Apotheose des Zufälligen. Und Zufall sagen wir doch dann, wenn uns der Blick auf größere Zusammenhänge fehlt?
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