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Tja, also, das Gegenteil vom Gegenteil. Das wird kompliziert. Da haben wir eine Rekursion. Das Gegenteil vom Gegenteil ist das Gegenteil vom Gegenteil vom Gegenteil. Verstehste? Zwei Spiegel und so. Da geht's in einen Gang hinein. Und da kannste dich drin verlaufen. Das geht kilometerweit bis zum Ende des Universums, wo Licht und Zeit und Raum aufhören. Und das Sein auch. Klar, wenn Zeit und Raum nicht mehr da sind, ist auch kein Sein mehr. Sein ist ja an und für sich etwas, das nicht an und für sich sein kann, logisch, oder? Sein ist an Zeit und Raum geknüpft, das heißt, es ist eine Funktion von Zeit und Raum. Weil, wenn wir sagen, etwas sei, dann meinen wir: Etwas ist an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Das Heidegger-Schaf.
Nun, wenn also das Gegenteil vom Gegenteil sich solange spiegelt, bis das Ende allen Raums und aller Zeit erreicht ist, dann haben wir noch viel größeren Salat. Nämlich die Ewigkeit. Und das ist wahrlich kein Pausenbrot. Ewig umfasst die gesamte Zeit, von ihrem Anfang bis zu ihrem Ende. Kann Ewigkeit demnach sein? Nein. Denn Sein setzt einen Ort und einen Zeitpunkt bzw. eine Zeitspanne voraus.
Müsli-Geschmack.
Das Gegenteil von Ewigkeit ist der Augenblick. Der Augenblick ist zwischen zwei Zeitspannen. Genau an der Grenze. Genau zwischen zwei benachbarten Zeitpunkten. Wie feingranular ist die Zeit? Was ist die kleinste Zeiteinheit? Das Zeitatom? Zeit ist ein Kontinuum. Raum auch, dachte man lange. So sicher ist man sich da aber nicht mehr. Gut möglich, daß es irgendwo Räume gibt, die so leer sind, daß sie nichts enthalten. Wo nichts ist, kann da was sein? Nein. Ist ein Raum voller Nichts? Was macht das Nichts in der Zeit? Nichts?
Satisfaktion. Schiffshebewerk. Drüse.
Kann das Gehirn Zufall? Und wenn ja, warum?
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