>Info zum Stichwort antikriegsgedichte | >diskutieren | >Permalink 
voice recorder schrieb am 24.1. 2003 um 17:17:00 Uhr über

antikriegsgedichte

Pantelejmon Kulig (1819-1897) Walt Whitman (1819-1892)
SLAVISCHE ODE AN MOSKAU SIEHE, SIEGERIN AUF DEN GIPFELN
Betrügerin, wen hast du nicht geblendet, Siehe, Siegerin auf den Gipfeln,
Wein nicht versprochen Seide, Samt und Pfühl? Wo du mit mächtiger Braue die Weit beschaust,
Ist's nicht genug, was du an Blut verschwendet, (Die Welt, o Freiheit, die sich umsonst gegen dich verschwor) -
Und an enttäuscht-verratenem Cefühl? Wolldeu,zehroricshseüsbt,er ihren zahllos verstrickenden Netzen, die du

Du nennst dich heilig aus selbsteignem Rechte, Herrscherin, von der blendenden Sonne umgeben,
Von dem du sagst, daß es im Himmel ruht: Nun unversehrt prangst in unsterblicher Kraft und Jugend, -
Indes auf Erden deine Fiöllenmächte siehe, in dieser heiligen Stunde
Aus hundert Wunden schlurfen Slavenblut. 0 n stolzes Gedicht noch hochklingendes Meisterlied bring ich
kei

Die Weit mit Eisenkrallen zu erraffen, dir dar; rnis der Nacht und
Nur dunkles Gebilde, enthaltend die Finste
Gierst du, auf daß der Menschheit Geist und Tat bluttriefende Wunden
An dir und internationalen Pfaffen Und Totenpsalmen.
Erstickt in ausweglosem Stacheldraht.

Du rufst, die Slaven alle zu beglücken:
"Fierbei, ihr seid die Ströme, ich die See.
Vor mir beugt euch, vor mir krümmt eure Rücken,
Ich richte über euer Wohl und Weh.

Bei mir erfahrt ihr meinen wahren Frieden,
Den Sel'gen gleich in Gottes Paradies: WENN ICH HÖRE VON DEM RUHM

1- Sumpf verfault ihr allezeit hinieden,

Versklavt im dunklen Moskauer Verlies. Wenn ich von dem Ruhm höre, den Helden sich erkämpft haben,
und den Siegen mächtiger Feldherrn, so beneide ich nicht
Doch sollte euch dereinst ein Feind berennen, die Feldherrn
So duld' ich, daß er nur den halben Teil
Von euch, ihr Brüder, morden darf und brennen: Noch den Präsidenten in seiner Residenz, noch den Reichen in
Dem Rest - gewappnet - ich zu Hilfe eil.- seinem großen Hause,
Aber wenn ich von der Bruderliebe von Freunden höre, wie es mit
ihnen stand,
Hoch die Nation de, ew'gen Volksbef,eier: Wie sie zusammen durchs Leben gingen, durch Haß, Gefahren,
Ihr folgen Hunger, Seuch' und der Rebell -
Und unerschöpflich aus kristallnem Weiher unverändert, lange und lange,
Rinnt Slavenblut, der heil'ge Quell. Durch Jugend und Manneszeit und Alter, wie unerschütterlich,
wie liebevoll und treu sie waren,
Dann bin ich nachdenklich - ich gehe hastig hinweg, erfüllt vom
bittersten Neide.

76

77



   User-Bewertung: /
Assoziationen, die nur aus einem oder zwei Wörtern bestehen, sind langweilig.

Dein Name:
Deine Assoziationen zu »antikriegsgedichte«:
Hier nichts eingeben, sonst wird der Text nicht gespeichert:
Hier das stehen lassen, sonst wird der Text nicht gespeichert:
 Konfiguration | Web-Blaster | Statistik | »antikriegsgedichte« | Hilfe | Startseite 
0.0245 (0.0196, 0.0036) sek. –– 941631724