Fundamentalismus
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Ab 1910 veröffentlichten protestantische Theologen in den USA eine Buchreihe mit dem Titel »The Fundamentals« - ein Appell, sich wieder auf die Grundlagen des christlichen Glaubens zu besinnen.
Die Autoren lehnten jeden Kompromiss mit der säkularen Gesellschaft ab: Die Bibel sei absolut unfehlbar und wörtlicher Ausdruck göttlicher Wahrheit; die Mißstände der Gesellschaft könnten nur behoben werden, indem man sie wieder auf eine religiöse Grundlage stelle, die eifrige Bekehrung aller sogenannten »Ungläubigen« sei Pflicht.
Damit war die ideologische Grundlage für den Fundamentalismus gelegt - eine Erscheinung, die nicht auf das Christentum beschränkt ist, sondern sich in den anderen Buchreligionen, dem Islam und dem Judentum, ähnlich zeigt.