Spaß
Bewertung: 11 Punkt(e)Eine ehemalige Kollegin hat in ihrem aktiven Wortschatz das schöne Wort »bespaßen«: »Ruf' doch mal Petra an und bespaß' die ein bisschen - die Arme ist krank und freut sich über jeden Anruf.«
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 250, davon 243 (97,20%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 67 positiv bewertete (26,80%) |
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| Durchschnittliche Bewertung | 0,220 Punkte, 125 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 20.9. 1999 um 13:00:22 Uhr schrieb ancalagon über Spaß |
| Der neuste Text | am 19.7. 2024 um 10:18:08 Uhr schrieb Silke über Spaß |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 125) |
am 30.1. 2005 um 03:57:00 Uhr schrieb
am 27.2. 2006 um 23:45:25 Uhr schrieb
am 17.9. 2017 um 10:18:51 Uhr schrieb |
Eine ehemalige Kollegin hat in ihrem aktiven Wortschatz das schöne Wort »bespaßen«: »Ruf' doch mal Petra an und bespaß' die ein bisschen - die Arme ist krank und freut sich über jeden Anruf.«
Wenn wir tatsächlich in einer Spaßgesellschaft leben, dann find ich sie gar nicht lustig
Wir leben nicht in einer Spaß-Gesellschaft. Es wäre schön, wenn es so wäre. In Wirklichkeit leben wir in einer Streß-Gesellschaft, die verzweifelt versucht, durch eine Überdosis an Spaß den Streß zu verdrängen.
Wir haben Spaßzwang. Wer keinen Spaß hat ist sowieso out. Und natürlich permanent schlecht drauf. Wir wollen uns auf die Schenkel klopfen bis sie durch sind. Und wenn das net geht dann nehmen wir halt Bier zu uns. Oder warum nicht gleich XTC? Da gehen die Endorphine ab, da bist Du glücklich, so glücklich, daß Du kotzen willst.
Ich will keinen Spaß haben. Ich will glücklich sein und mich freuen. Will mich über mich freuen, und vielleicht auch über andere Mitmenschen. Erst wenn ich mich richtig freuen kann und ich glücklicher bin, dann erst wird mir mein Leben Spaß machen.
Spaß ist eine wirtschaftliche Formel geworden die mehrwertträchtig vom Denken ablenkt. Spaß ist eine Begründung für nie erwachsen werden. Spaß haben ist gesellschaftlich antirevolutionär!
Durch seinen heiteren, leichten, verspielten Charakter ebnet der Spaß den Zugang zu vielen ernsten oder schweren Inhalten. Arbeit, die Spaß macht, fällt leichter, harte Information wird spaßig aufbereitet leichter verdaulich.
Gleichzeitig verhindert spaßhaftes Herangehen auch, Dinge allzunah an sich herankommen zu lassen oder sich einer Sache »ernsthaft« zu verpflichten. Spaß schafft - ähnlich wie Ironie - Distanz.
Spaß fungiert also gleichzeitig als Zugangsweg aber auch als Barriere zu der Welt die uns umgibt.
hast du´s dir schon mal irgenwo verspaßt? upps. diplomatisch gesagt: vertrackte scheiße. wirtschaftlich gesehen manchmal schon vorm zahltag das knock out. jedenfalls hat mich noch nie jemand dafür bezahlt. warum eigentlich nicht? ich versteh das nich, immer diese phobie vor negativen suggestionen. wann wird diese welt endlich erwachsen und begreift, dass sie am ende ist, was sie ist. nämlich nicht mehr und nicht weniger als meine bühne. und ich bin heute tragisch. also komm mir nicht zu nahe, wenn du´s dir nicht mit mir verspaßen willst. du welt, du.
Ich glaube, dass Spaß einer der wichtigsten Gründe ist, warum wir leben und arbeiten. Das heißt allerdings nicht, dass jeder arbeitet, weil er Spaß daran hat, sondern weil es meistens keinen Spaß macht, ohne Geld dazusitzen. Zumindest weniger Spaß als zu arbeiten. Glücklicherweise gibt es auch Ausnahmen, nämlich sowohl die, die Spaß an ihrer Arbeit haben, als auch die, die die glücklich damit sind, wenig zu verdienen, weil sie andere Prioritäten setzen. Zum Beispiel macht es auch Spaß, Assoziations-Blaster zu füllen.
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