Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Verwesung«
Mcnep schrieb am 29.6. 2001 um 15:07:16 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Ich bin froh, daß mein Vater im vergangenen Jahr kremiert worden ist. So heißt es, wenn jemand feuerbestattet wird. Seit er jetzt da unten in seinem kleinen Pokal ruht, ist das Bild meines toten Vaters wieder durch die Erinnerung an den lebenden ersetzt. Schlimm war die Zeit von seinem Tod, den ich begleitet habe, bis zur Kremierung (;-) 4 Wochen später. In der Zeit musste ich oft daran denken, wie er irgendwo in seinem Klimafach liegt. Wäre er erdbestattet worden, hätte ich dieses Problem bestimmt wesentlich länger gehabt. Wann ist eine Leiche sauber? Nach fünf Jahren? Zehn? Friedhofsliegezeiten sind um die fünfzehn Jahre, aber aus Massengräbern kommen manchmal schon nach einem halben Lustrum vor den Kameras nur gelbe, morsche Knochen mit einem zerschlissenen Paar Dickies dran. Jedenfalls, kremieren? Find ich gut.
Gronkor schrieb am 31.8. 2000 um 22:23:04 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Mit einem guten Freund verabredete ich dereinst, uns nach beiderseitigem Tod in einem großen Glaskasten - am besten auf dem harburger Rathausmarkt - zur gemeinsamen Verwesung an einem frisch gedeckten Tisch und Erbauung der PassantInnen bzw. Gemahnung an die Vergänglichkeit allen Seins ausstellen zu lassen.
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