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Ich will schnell nach Hause. Nur dazu muss ich einen anderen Bus nehmen und dann einen Kilometer an einer abgelegenen Straße mit Waldstück laufen. Ich mache es, denn der nächste Bus, der mich bis vor die Haustür fährt kommt erst in einer Stunde. Nach ein paar Haltestellen muss ich raus, mit mir ein paar schwarze Frauen, Männer, die jedoch nicht meinen Weg haben, sondern nur ins Asylantenheim auf der anderen Straßenseite laufen müssen. Ich geh also los, ganz allein die Straße hinauf. Von weitem sehe ich wie ein Transporter, der mich gerade überholt hat, 20 Meter von mir entfernt, auf meiner Straßenseite anhällt. Da gerade ein paar Autos vorbeifahren laufe ich unbeirrt weiter. Ich laufe an dem Transporter vorbei, es geschieht nichts. Nachdem ich wieder ein paar Meter gegangen bin, überholt mich der Transporter erneut, hällt wieder ein paar Meter vor mir. Das ist mir dann doch zu seltsam, und ich wechsle die Straßenseite. Das gleiche Spiel, der Transporter wartet, überholt mich erneut und hält wieder auf meiner Straßenseite. Geschockt trete ich den Rückzug zur Bushaltestelle an, wie soll ich mich schon wehren können? Der Transporte fährt wieder an mir vorbei, hällt 50 Meter neben der Bushaltestelle, welche nun 200 Meter von mir entfernt ist.
Erfreut sehe ich Rettung nahen, mein Bruder fährt aufeinmal in meine Richtung. Ohne auf die auf mich zurasenden Autos zu achten renne ich meinem Bruder entgegen und bringe mich in seinem Auto in Sicherheit, und er fährt mich nach Hause. Was hätte ich gemacht, wenn diese Rettung nicht gekommen wäre? Es war purer Zufall das mein Bruder gerade zur Stelle war.
Wie fühlt man sich, wenn man Angst davor hat, nach Hause zu fahren, weil jederzeit wieder dieser Transporter auftauchen könnte!?
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