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Mein schlimmstes Erlebnis mit Bier fand im brüllend heißen Sommer 2018 statt: ich hatte den Tag am See verbracht, an einer schattigen Stelle direkt am Ufer - doch als ich in der Abenddämmerung heim radelte, war es noch so drückend heiß, daß ich sofort wieder zu schwitzen begann. Die Zunge klebte am Hals, zumal ich vom See zu meiner Wohnung ziemlich bergauf strampeln muß. Die Rettung für meine darbende Seele war die Vorfreude auf mein Bier: den ganzen Tag richtig gut durchgekühlt würde es sein - eine Wonne schon, die eiskalte Flasche in der Hand zu halten, auf den Balkon mitzunehmen. Schon bilden sich die ersten Tröpfchen am Flaschenhals und es zischt leise beim Öffnen und ein kleines dünnes Rauchfähnchen entfleucht ... solche Bilder zischten und sprudelten mir durch den Kopf, während ich die staubige, steile Schlaglochstraße zu meinem Wohnblock hochkeuchte. 2 - in Worten: zwei - solcher wunderbarer eiskalten Bierflaschen würden mich erlösen von allem Übel, gebenedeit seist Du, Bier aus dem Kühlschrank ... Doch dann kam die Katastrophe: als ich endlich zuhause war, in die Küche kam, da sprangen sie mir sofort ins Auge und mein Herz stand still: die zwei Flaschen Bier standen auf dem Kühlschrank und nicht drinnen, waren pisswarm !! (Da musste wohl das Telefon gebimmelt haben oder sowas ... keine Ahnung.) Mit Todesverachtung schwang ich mich wieder aufs Fahrrad und fuhr nochmal durch die Nacht zur Total-Tanke, so 3 km von mir ... Gelobt sei die Nachttankstelle, in Ewigkeit - Amen !
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