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Der Traum vom Gelde:
Ich habe ein Haus, am Südrand der Cevennen. Aus meterdicken Natursteinen natürlich, die im Sommer schön kühl sind. Im Winter brennt ein lustiger Kamin und ein Holzofen in der Küche, die über die Hälfte des Erdgeschosses reicht. Die andere Hälfte ist Badezimmer. Oben gibt es ein Arbeitszimmer und mehrere Zimmer mit Büchern & Betten. Es gibt eine Mauer rings um das Grundstück, auf dem Obstbäume stehen. Äpfel, Aprikosen, Pfirsische, Kirschen. In einer verwilderten Ecke gibt es auch ein paar Hanfpflänzchen.
Es gibt ein Motorrad, eine Boxer-BMW, und einen Pickup - beide gebraucht gekauft.
Es gibt Zeit, für durch die Landschaft zu biken, zum nackt in der Sonne liegen, und schwimmen in klaren Flüssen. Zum nachdenken über die Zeit bisher, und zum geraderücken von so vielem. Es gibt Zeit zum Lesen vieler Bücher, und vielleicht zum schreiben von ein oder zwei Büchern. Dann könnte ich mich, wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde, Schriftsteller nennen. Auch für's Finanzamt wäre das wahrscheinlich nicht schlecht. Ich könnte meine Reisen als Studienreisen absetzen. Durch ganz Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen und die Skandinavischen Länder. Über die Niederlande, Belgien und das Vereinigte Königreich zurück an den heimischen Herd, in dem die Holzscheide knacken.
Komischerweise kommen in diesem Traum weder Frauen noch Männer vor. Höchstens ein Hund - aber nicht in dem Sinne, in dem jetzt jemand denken könnte.
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