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als Christine im dicken Windelpaket und Gummihose unter der weiten hellbraunen Baumwollhose bei Ihrer Mutter im Auto saß, die sie von der Klinik abholte, war Ihr entgültig bewusst, das für sie nun ein neuer »Lebensabschnitt« beginnen würde.
Drei Monate und zwei Wochen, davon fast vier Wochen auf der Intensivstation, hatte Christina nach dem schweren Verkehrsunfall in der Unfallklinik gelegen. Schwere innere Verletzungen und Knochenbrüche waren die Folge, als sie auf einer Kreuzung mit dem Fahrrad von einem LKW angefahren wurde.
Mehrwach wurde sie operiert, am Ende verlief es günstig für Christine. Sie würde wieder volständig gesund werden. Zuerst befürchtete gravierende bleibende Schäden waren nicht zu befürchten.
Bis auf die gravierende Verletzungen an Blase und Schließmuskel.
Christina würde voraussichtlich inkontinent bleiben. Man müsse abwarten, bis sie wieder vollständig genesen sein würde, alle Reha-Maßnahmen abgeschlossen.
Vielleicht könne man dann über eine weitere Operation nachdenken. Aber da machten Ihr die Ärtzte wenig Hoffnung.
»Bettnässerin« mit 21 dachte Christina niedergeschlagen, versuchte die trüben Gedanken zu vertreiben.
Es hätte schimmer kommen können, statt
»sie werden nie wieder Kontrolle über Ihre Blasenfunktion haben« hätte es auch heißen können
»sie würden nie wieder gehen können«
Ihre Mutter riss sie aus Ihren Gedanken.
»ich halte da vorn an der Apotheke, gib mir Dein Rezept für die Windeln und Schutzhosen, ich hole Dir gleich einen Vorrat für die nächsten Tage«
Danach halten wir noch beim Sanitätshandel und holen eine Gummimatte für Dein Bett
Christina reichte Ihrer Mutter das Rezept für die Inko-Artikel.
Wie gesagt, der neue Lebensabschnitt hatte begonne,
aber nicht klagen, es hätte....
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