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im januar hat er es online gestellt. daisy war der anlass für die aufnahme. wenn ich »disy« eingebe, antwortet google oft mit »daisy«. wenn ich mehr mut hätte, würde ich ihn ansprechen. aber er denkt bestimmt nicht mehr an mich. wahrscheinlich weiß er nicht mal, dass es mich gibt. ich würde ihm so gern einmal begegnen. manchmal stelle ich mir das gespräch vor, das dann entstehen könnte. bin schon wieder in der »lost objects«-schiene, durch die ich bei günter görge gescheitert war. ich hatte ihm eine konzertkarte für »lost objects« geschickt. »lost« würde ich mir nie ansehen. gestern wollte mir der entertainment-chef das »lost«-video mitgeben und wich dann auf »tödliches kommando« aus, als ich ablehnte. ich habe so oft namenlose angst, trotz risperdal. »wann ist ein mann ein mann?«, läuft grad im radio. immerhin habe ich im moment kein bühnenerleben. nur diese einsamkeit spüre ich. vielleicht würde ich ihn als erstes fragen, ob er mich manchmal vermisst. dass er mit »nein« antworten wird, ist klar. dieses »nein« abzuholen, ist masochistisch. er sei sehr kuschlig, sagt fred. fred? keine ahnung, wie er wirklich heißt. warum komme ich auf fred? kleinmädchen-tagebuch. er war mal in swr3land, hat er erzählt. er flunkert. egal. der wird mich bestimmt nicht vermisst haben, so fest er mitten im leben steht. und wenn, wüsste ich nicht warum er mich vermissen könnte. die disy interessiert ihn offensichtlich nicht. er scheint an einer suzuki zu basteln und die harley verkauft zu haben. das einzig schlüssige ist, die wiederzulassung als arzt anzustreben. dann bin ich wieder öfter unter leuten als in einem laden, der lediglich drei bücher, eine zeitschrift und ein paar bilder anzubieten hat. aber dann nicht mehr per schrift sondern durch das gesprochene wort spuren zu hinterlassen, wird hart. radio, altern, rente ... was verdammt könnte so wichtig sein, dass ich ihm deswegen maile? ein »ichliebedich« macht ihm wahrscheinlich nur angst.
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