Mikroskop
Bewertung: 3 Punkt(e)Besonders schön ist dieses leise, dünne Knirschen, wenn sich das Objektiv durch den gläsernen Objektträger bohrt.
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| Der erste Text | am 21.7. 2001 um 18:55:24 Uhr schrieb palomina über Mikroskop |
| Der neuste Text | am 26.10. 2025 um 19:46:33 Uhr schrieb Rübezahl über Mikroskop |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 8) |
am 29.1. 2004 um 10:23:58 Uhr schrieb
am 16.6. 2021 um 16:34:41 Uhr schrieb
am 20.3. 2021 um 09:09:13 Uhr schrieb |
Besonders schön ist dieses leise, dünne Knirschen, wenn sich das Objektiv durch den gläsernen Objektträger bohrt.
Am 1.2.03 hatte ich was zur Sterilisationsgutlogistik nach HIV-kontaminierten Mikroskopen erfahren wollen. Am Deutschen Hygienemuseum. Dazu hatte ich ins Forum gemailt. Geantwortet hat dort niemand. Es ging ja auch nicht ums Hygienemuseum sondern nur um die Uniklinik drei Kilometer weiter. Kurz drauf brach bei der NASA der Funkkontakt zur Columbia ab. Zeit für einen Kaffee, dachte ich. Aber als ich wieder kam, stürzte die Columbia immer noch ab. Ich bekam Bühnenerleben: Meinte der Absturz vielleicht mich? Wahnsinn. Es war ja noch weiter weg. Der Irak-Krieg begann mit Frühlingsanfang - in einem Land mit negativem HIV-Test als Einreisebedingung - und wurde vom SARS-Gau abgelöst. Nicht vom ARDS sondern von einer spezifischen (jaul) aber viralen Infektion. Einer Welt der Wunder. Nachrichtentechnischerseits und in der Überlebensstrategie des Einzelnen in der Menge.
Ich bekam mit fünf Jahren mein erstes Mikroskop. Komische Kinder haben komische Interessen. Dieses Gerät bestand aus Kunststoff und ermöglichte nur geringe Vergrößerungen. An meinem achten Geburtstag schenktem meine Eltern mir ein richtiges Schülermikroskop mit Karl-Zeiß-Linsen aus Jena. Ein wunderbares Gerät! Da konnte es dann richtig losgehen: präparieren, färben, beobachten, untersuchen... geile Zeit! Als ich zwölf war, bekam ich ein Mikroskop, das Vergrößerungen um den Faktor tausend ermöglichen sollte. Leider haben die Linsen einen Farbfehler: jedes Präparat hat eine Aura aus Regenbogenfarben, die bei tausendfacher Vergrößerung einfach lästig ist. Trotzdem habe ich damit viel Freude gehabt. Inzwischen bin ich dazu übergegegangen, Fotos und Filmchen zu drehen. Digitalkamera macht's möglich! Letzten Monat konnte ich das Teil sogar ans Teleskop dübeln und siehe! Wunderschöne Fotos vom Mond konnte ich schießen!
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