Krähe
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Die Krähen schreien
und fliegen schwirren Flugs zur Stadt
bald wird es schneien
wohl dem
der jetzt noch Heimat hat
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 40, davon 36 (90,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 15 positiv bewertete (37,50%) |
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| Der erste Text | am 23.9. 2000 um 19:51:33 Uhr schrieb Suse über Krähe |
| Der neuste Text | am 26.7. 2011 um 21:05:07 Uhr schrieb eml über Krähe |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 16) |
am 21.2. 2006 um 15:59:13 Uhr schrieb
am 12.10. 2008 um 02:43:55 Uhr schrieb
am 31.3. 2008 um 21:34:26 Uhr schrieb |
Die Krähen schreien
und fliegen schwirren Flugs zur Stadt
bald wird es schneien
wohl dem
der jetzt noch Heimat hat
wenn die tage kürzer werden und die luft kälter, spielen krähen fangen von hausdach zu hausdach, üben segelflug in den warmen aufwinden zwischen den schornsteinen. menschenherbst ist krähensommer! der winter ist nicht zu fürchten, der wird verschlafen werden in südlicheren breiten, wo auch das düstere gefieder mehr als passabel wärmt. die krähe bleibt, wenn nötig, auch mal länger: zur hibernation oder für den kontrast auf schnee, reste gibt es immer.
krähen schweben über der brache, sie stoßen heisere warnschreie aus. doch ich achte nicht darauf, ich verteile weiter bunte murmeln im tristen kraut, das da noch in verzweifelter spätherbstlicher agonie versucht, wurzeln zu schlagen. eine rote landet bei einem pflänzchen mit schwachen rosa blüten, oh welch poetischer anblick! schnell die lomo gezückt und das ganze dokumentiert. doch eine krähe stößt herab, schon hat sie den schusser im schnabel, entführt ihn mir, ohne daß ich eine bildlichen beweis gemacht hätte. eine vorbeiflatternde elster blickt mich vorwurfsvoll an - das wäre doch ihr job gewesen, das blitzen und blinken in ihr nest zu retten - wie hatte ich das nur zulassen können, daß dieses rote glühen der hoffnung in den nebeln verschwindet, vom todesboten der welt entrückt?
Die Taube und die Krähe
Eine Taube brüstete sich unter andern Vögeln mit ihrer Fruchtbarkeit: »Ich brüte«, sagte sie, »jährlich acht bis zwölf Junge aus, atze sie, lehre sie fressen und fliegen, fliege mit ihnen auf die Kornfelder und lebe froh mit Kindern, Enkeln und Urenkeln, während ihr andern Vögel kaum ein Paar aushecket!«
»Still!« sagte eine Krähe, die dies mit anhörte, »prahle doch ja nicht mit einem Gegenstand, der dir so unendlich viel Kummer und Leid verursacht! So viele Junge du hast, so viele Male hast du Trauer anzulegen. Kaum haben sie die ersten Federn, so sind sie auch schon auf den Tafeln der Menschen.«
So ist's im Leben: Kurze Freud, viel Leid und doch halten die Freuden unserem Gedächtnis länger nach.
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