gehört zu den ältesten bekannten Rauschmitteln. Die Wirkung dieses Rauschmittels soll bereits im 6. Jahrtausend vor Christus bekannt gewesen sein. In den letzten zweitausend Jahren hat sich diese Pflanze über alle Kontinente verbreitet. Der psychotropwirkende Stoff Tetrahydrocannabinol (THC) ist mit einem Anteil von 2 bis 8 % im Haschisch enthalten. Haschisch bzw. Marihuana wird in der Regel mit Tabak vermischt geraucht. Es wird aber auch in Tee oder Backwaren konsumiert. Je nach Stimmung und Persönlichkeit des Konsumenten variiert die Wirkung von Cannabis. Das Gefühlsspektrum reicht von einer Steigerung des Wohlbefindens und Entspannung bis zu einer Intensivierung der Sinneswahrnehmung. Verbunden ist dieser Rauschzustand mit einer Reduktion der Konzentrationsfähigkeit und häufig auch mit einer gewissen Kritiklosigkeit. Es kann aber auch bei einer ängstlichen oder depressiven Grundstimmung des Konsumenten zu Verfolgungsphantasien und zu einer Suizidgefahr kommen. Bei einer entsprechenden Disposition kann es zu psychotischen Dekompensationen kommen. Bei einem kontinuierlichen Gebrauch von Haschisch kommt es zu einer Antriebsverminderung und zu einer Absenkung der Leistungsfähigkeit. Ein ständiger Gebrauch von Haschisch ist häufig mit einer chronischen Bronchitis verbunden. Es kommt zu einer massiven Steigerung des Krebsrisikos gegenüber Zigarettenrauchern (Steigerungsrate um das Fünf- bis Zehnfache) aufgrund des hohen Teergehalts.Die Verfügbarkeit von Cannabis hat sich in den letzten Jahren erhöht. In einer Bevölkerungsumfrage erklärten 65 % der Befragten, daß sie innerhalb von 24 Stunden Cannabis besorgen könnten.Die Menge sichergestellten Haschischs (Cannabisharz) hat sich mit 7328 kg bei etwa gleichen Fallzahlen wie 1996 mehr als verdoppelt. Grund dafür waren vor allem drei Großsicherstellungen im Hamburger Hafen. Bei Marihuana (Cannabiskraut) war eine gegenläufige Entwicklung zu beobachten, hier nahm die Zahl der Fälle um 38,8 % aus 12.608 zu, die Menge des dabei sichergestellten Rauschgifts sank allerdings um 31,8 % auf 4,1 t. Haschischöl spielte wie in den vergangenen Jahren nur eine untergeordnete Rolle.Bemerkenswert ist, daß sich der Trend zum illegalen Innenanbau in Wohnungen, Kellern, Gewächshäusern u.ä. in Deutschland weiter fortsetzt und sogar noch verstärkt hat. Durch die zum Teil technisch aufwenigen Installationen lassen sich Cannabispflanzen mit sehr hohem Wirkstoffgehalt produzieren. Fälle des mißbräuchlichen Anbaus im Zusammenhang mit der Freigabe des Hanfanbaus zu industriellen Zwecken waren dagegen gering.Das meiste Haschisch kommt immer noch aus den klassischen Anbauländern, für Deutschland insbesondere Marokko und Pakistan, die größte Marihuanamenge stammt aus Ghana. Beides wird vorwiegend über die Niederlande nach Deutschland gebracht.