Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Atheismus«
Mcnep schrieb am 3.2. 2001 um 14:47:46 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Was mich ja immer ein wenig fuchst, ist die Tatsache, daß bei der Geschichte mit dem Leben nach dem Tod die Gläubigen einfach die besseren Karten haben: gibt es keine Auferstehung der Toten (wovon ich mal ausgehe), wird es auch keinen Gläubigen geben, der davon etwas mitbekommt, die schlafen genauso durch wie wir Heiden. Gäbe es jedoch eine Auferstehung, müssten wir uns den Arsch aufreißen, um daran noch partizipieren zu können, und die besten Plätze in der Himmelsarena wären dann eh schon von Diakonissen und Päpsten besetzt. Und auf deren süffisantes Grinsen, wenn ich meine paar Knochen zusammensammele, kann ich gut verzichten.
Ines schrieb am 3.2. 2001 um 15:01:39 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Es gibt jemanden sehr Gewichtiges, wie er heißt und wer er ist habe ich leider vergessen, der hat mal gesagt, daß die Chance, daß es einen Gott (Leben nach dem Tod etc.) gibt, bei 50% liegt. Und das, wenn es ihn nicht gibt und er glaube an ihn, nicht viel passieren dürfte, aber wenn es ihn gibt und er glaube an ihn, dann käme er in den Genuß all der Dinge die verheißen würden. Folglich wäre es günstiger zu glauben, als nicht zu glauben.
Manchmal frage ich mich nur, ob die ganzen Dinge, die im Namen des Glaubens passiern, die obige Annahme nicht geradezu ins Gegenteil verkehren. Ist die vermeintliche Ewigkeit soviel mehr wert als das hiesige Leben, und täte es hier nicht auch der reine Humanismus (schon manche missionarische Tätigkeit erfüllt diese Vorraussetzung nicht.)
Die Leiche schrieb am 8.6. 2012 um 21:16:46 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Der Atheismus ist genauso ein Glaube wie der Deismus. Die einen glauben an Gott, die anderen daran, daß es ihn nicht gibt. Die einen wie die anderen können engstirnig sein, borniert und so fanatisch, daß sie andere auf die Scheiterhaufen schicken.
Wem soll man nun glauben ? Nun - als Antwort gibt es Pascals berühmte Wette, die in meiner Formulierung einfach so lautet: Glaubt man an Gott - und hat sich geirrt, dann isses halb so wild. Vertraut man aber fest darauf, daß es Gott nicht geben würde - und hat sich geirrt, dann sitzt man ganz schön in der Scheisse, und zwar nicht nur Lebenslänglich (das Leben ist nämlich schon rum, wemmer merken, was Sache is), sondern für alle Ewigkeit.
Es empfiehlt sich also vorsichtshalber, mit Gott zu rechnen. Und Ästheten haben auch noch ein Argument für den Deismus parat: die Gewänder seiner Funktionäre und die Shows, die sie bieten - dagegen haben die Atheisten keine Chance: was ist schon so ein langweiliger Kongress von schlechtbezahlten Philosophieprofessoren in schlechtsitzenden Trevira-Anzügen gegen ein Konklave zur Wahl eines Papstes ?
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