Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Amphitheater«
tedin schrieb am 1.2. 2002 um 16:55:45 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Die Spieltage in Amphitheater, Circus und Theater begannen allgemein bei Tagesanbruch und endeten in der Regel mit Sonnenuntergang, wurden aber zum Teil, in der Kaiserzeit sogar recht häufig, auch unter Fackelbeleuchtung bis in die Nacht hinein weitergeführt. Man kleidete sich festtagsmäßig, es gab genaue Bestimmungen hierüber, die für alle Normalbürger weithin z.B. das Tragen von weißen Togen festlegten, auch wenn zwischenzeitlich auch bunte Farben zugelassen worden sind, mit welcher Kleidung man zu erscheinen hatte. Diese Feste begannen jeweils mit minutiös einzuhaltenden Eröffnungsritualen, die selbst bei kleinsten Irritationen und Störungen der formalen Abläufen komplett wiederholt werden mußten, um die Götter nicht mit Geringschätzung zu ärgern.
tedin schrieb am 1.2. 2002 um 16:58:45 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Ein Amphitheater ist im Unterschied zum antiken Zirkus und Theater eine Anlage, deren Sitzreihen elliptisch die ganze Arena umgaben, wie es das griechische <amphi> gleich <um-herum> zum Ausdruck bringt. Sie fanden sich bereits in etruskischer Zeit und bestanden aus Sitzreihen auf hölzernen Gerüsten. Diese erhielten ihre elliptische Form daher, da sie ursprünglich auf italischen Märkten errichtet wurden, die länglich rechteckig waren .
Seit Augustus (30 v. Chr.- 14 n. Chr.), der alle durch die Häufigkeit, Mannigfaltigkeit und Pracht seiner Schauspiele übertraf, wurden Amphitheater aus Stein gebaut und jede größere Stadt im Imperium schmückte sich im Laufe der Zeit mit einem solchen oftmals die restliche Stadt überragenden Bauwerk . Es kam trotz einer weiten Verbreitung von steinernen Amphitheatern im Imperium, zu zusätzlichen fakultativen Holzaufbauten, etwa wenn ein Schausteller mit seinen Gladiatoren an unüblicher Stelle munera (Gladiatorenkämpfe) gab oder vorhandene Bauwerke aufgestockt werden sollten, um mehr Besucher fassen zu können. So ist 27 n. Chr. in Fidenae, einer Kleinstadt nördlich von Rom, ein solches schnell und aus Gewinnsucht heraus unsolide und billig aufgezogenes Amphitheater zusammengestürzt und begrub unter sich Tausende von Menschen. Der römische Schriftsteller Tacitus berichtet von 50.000 Toten, Sueton von über 20.000 Toten .
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