|
ich will das mal so nennen, als ich im Achtbettzimmer der Bundeswehr in Koblenz innere II 1978 herbst mit Lsd lag, meine erste Droge im Leben überhaupt, den teelöffel Eierlikör als neunjähriger von Oma ausgenommen, da kam die heilungsschlange zur Tür herein. Sie kam jeden tag und blieb einige wenige Minuten während denen sie hintereinander wie im Gänsemarsch von Bett zu Bett liefen und der Kopf der heilungsschlange ein paar giftige Worte zu den restgliedern der heilungsschlange versprühte, Bilden Sie einen vollständigen deutschen Satz Rekrut. Jawohl Herr Oberstabsarzt. Als die Heilungsschlange an mein Bett gelangte war mein Lachanfall dermaßen heftig daß nach zweifachem Versuch mich ruhig zu bekommen (einmal anbrüllen, Lachen steigert sich, einmal sanfter, lachen steigert sich nicht), die Diagnose lautete, wir kommen besser morgen wieder. ich war ja schon bekannt dafür einmal nicht bei Sinnen gewesen zu sein als ich mich am Ende der sechs Wochen Grundausbildung in Schwarzenborn im Tiefen Schnee Winter 1977/78 an den auf den Tischen stehengelassenen Apfelkörnern betrank, das Zeug schmeckt ja süß wie Limonade, nur besser ist mir in Erinnerung, daß ich vor die Füße des Abmelders aus dem Bett heraus kotzte in das mich die Kameraden mitsamt grüner Montur geschleppt hatten als ich nur noch lallte, anschließend klammere ich mich kotzend am Klorand fest, komme ind die sani, hab ne große Tanne Tee am Bett stehen Pfeffreminz, die wußten, ich trank gierig irgendwann die nacht, am Morgen steht Kompaniechef und Arzt vor mir, ich blinzele und fange sofort anzu schimpfen, ich wollte nie zu diesem Sauhaufen (Vaters Worte)
|