Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Heine«
platypus schrieb am 8.10. 2006 um 21:25:47 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Der Wind zieht seine Hosen an,
Die weißen Wasserhosen!
Er peitscht die Wellen, so stark er kann,
Die heulen und brausen und tosen.
Aus dunkler Höh', mit wilder Macht,
Die Regengüsse träufen;
Es ist, als wollt die alte Nacht
Das alte Meer ersäufen.
An den Mastbaum klammert die Möwe sich
Mit heiserem Schrillen und Schreien;
Sie flattert und will gar ängstiglich
Ein Unglück prophezeien.
Deichgraf schrieb am 8.10. 2006 um 22:58:32 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
»Eine kleine Probe von Heines politischem Wischiwaschi hab ich ... neulich ... gefunden und großen Ekel dagegen gefaßt.«
»Er ist ein Dichter ganz und gar, aber nit eine Viertelstunde könnt' ich mit ihm leben...«
Eduard Mörike
Philipp schrieb am 11.10. 2006 um 12:36:46 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Lebensgruss
(An Alexander, Pr. von W.)
Eine grosse Landstrass ist unsere Erd,
Wir Menschen sind Passagiere;
Man rennet und jaget, zu Fuss und zu Pferd,
Wie Läufer oder Kuriere.
Man fährt sich vorüber, man nicket, man grüsst
Mit dem Taschentuch aus der Karosse;
Man hätte sich gerne geherzt und geküsst,
Doch jagen von hinnen die Rosse.
Kaum trafen wir uns auf derselben Station,
Herzliebster Prinz Alexander,
Da bläst schon zur Abfahrt der Postilllon,
Und bläst uns schon auseinander.
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