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Bevor man mit der Herstellung einer Bombe beginnt, sollte man sich unbedingt über das Design der Bombe klar werden. Damit ist nicht die Verzierung mit farbigen Linien gemeint, sondern der technische Zuschnitt der Bombe, der von einer Reihe von Faktoren abhängig ist. Der wichtigste ist der Einsatz der Bombe. Was will man zerstören oder wen will man töten ? Der Einsatzzweck ist also das wichtigste Kriterium des Bombendesigns. Der zweitwichtigste dürfte wohl die Verfügbarkeit der technischen Bestandteile einer Bombe sein. Eine Atombombe zu bauen, dürfte wohl nur den wenigsten gelingen - selbst wenn man sich waffenfähiges Plutonium möglicherweise beschaffen könnte: seine Lagerung und Verarbeitung stellt finanzielle Ansprüche, denen man als Hobby-Bombenbauer kaum gewachsen sein dürfte. Schließlich muß die Bombe an ihren Einsatzort gebracht werden. Ein Abwurf als Fliegerbombe kommt wohl nur in den seltensten Fällen in Betracht. In den meisten Fällen muß man die Bombe persönlich zum Einsatzort bringen, und sich dann in eine sichere Entfernung begeben können, die Detonation per Funk oder Zeitzünder auslösen. Das wirft eine Reihe von Fragen auf: Bomben sind im allgemeinen von recht massiven Gewichten, wenn man von Paket- oder Briefbomben absieht. Deswegen sind ja Autobomben sehr beliebt - sie integrieren die Bombe in das Transportmittel, das gleichzeitig eine gute Tarnung darstellt. Jedoch kann eine Autobombe häufig nur in eine ungefähre Nähe des Einsatzortes gebracht werden, ihr Explosionsort ist häufig suboptimal. Um das gewünschte Ergebnis zu erreichen, muß die Bombe also eine höhere Sprengkraft aufweisen können. Zudem birgt eine Autobombe ein erhöhtes Risiko insofern, als ein nicht restlos zerstörtes Auto häufig kriminaltechnische Rückschlüsse auf seinen Besitzer zulässt, selbst wenn dieser das Einsatzfahrzeug illegal erworben, zB gestohlen hat. Eine Autobombe ist also keineswegs so ideal, wie sie bei oberflächlicher Betrachtungsweise erscheinen mag. Eine Bombe, die von einer Person nahe genug an den Einsatzort herangebracht werden kann, ist regelmässig viel leichter so herzustellen, daß rein kriminaltechnische Rückschlüsse auf ihren Bombenleger unmöglich oder zumindest sehr erschwert sind, alleine deswegen, weil die Bombe meist vollständig zerstört wird, keine Bestandteile mehr verbleiben, die solche Rückschlüsse erlauben. Trotzdem sind aber häufig die Materialen, aus denen die Bombe besteht bzw bestanden hat, kriminaltechnisch gut nachzuvollziehen: welche Sprengmittel, Zündvorrichtungen, Transportgefäße, evtl. Splittermaterialien usw. verwendet wurden, ist meist für den Fachmann offenkundig. Deswegen muß bei dem Bombenbau peinlich darauf geachtet werden, solche Spuren im Sande verlaufen zu lassen. Wer so naiv ist, sämtliche oder die Mehrzahl der Bestandteile der Bombe in einem einzigen Baumarkt zu erwerben, und diese dann auch noch mit seiner Kreditkarte zu bezahlen, steht schon mit anderthalb Beinen im Knast ! Man sieht also: Bombenbau ist keineswegs so einfach, wie man es sich wünschen würde, und mit dem Zusammenmixen eines hinreichend explosionsfähigen Sprengmittels und dem Zusammenbrutzeln einer Zündvorrichtung ist es keineswegs getan, wenn die Bombe nicht nur explodieren, sondern auch das Ziel des Bombeneinsatzes verwirklicht werden soll.
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