Barock
Bewertung: 2 Punkt(e)
Ich mag ja barocke Formen. Bei Frauen.
Die Frau meiner Wahl ist allerdings gertenschlank. Das wird auch so bleiben, fürchte ich.
Naja, wo die Liebe hinfällt . . .
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 44, davon 44 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 22 positiv bewertete (50,00%) |
| Durchschnittliche Textlänge | 204 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung | 0,477 Punkte, 13 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 12.1. 1999 um 16:58:24 Uhr schrieb egon elser über Barock |
| Der neuste Text | am 6.1. 2026 um 10:08:45 Uhr schrieb Fourier über Barock |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 13) |
am 20.2. 2007 um 11:05:10 Uhr schrieb
am 27.7. 2002 um 19:41:21 Uhr schrieb
am 8.5. 2019 um 13:30:04 Uhr schrieb |
Ich mag ja barocke Formen. Bei Frauen.
Die Frau meiner Wahl ist allerdings gertenschlank. Das wird auch so bleiben, fürchte ich.
Naja, wo die Liebe hinfällt . . .
Das Barock ist eine Epoche, die uns heute etwas fremd geworden ist. Mit Beginn der Aufklärung als schwülstig verschrien, hat man die spezifischen Qualitäten (nichtssagendste Wortkombination des Tages, yeah!) des Barock erst seit relativ kurzer Zeit wieder entdeckt.
Die Gedichte im Barock haben wenig mit der Empfindungslyrik zu tun, wie sie spätestens seit Goethes Sturm- und Drang-Gedichten zum Standard geworden ist. Nein, es handelt sich vielmehr um Gelehrtenpoesie, die sich nach bestimmten formalen und Aufbauregeln richtet; Regeln wie sie in Poetiken, Gedicht-Regelbüchern sozusagen, festgelegt wurden. Eine der wichtigsten Poetiken ist das »Buch von der deutschen Poeterey«, welches Martin Opitz 1624 veröffentlichte. Inhaltlich war Opitz' Werk nicht im geringsten bahnbrechend, aber durch das »Buch von der deutschen Poeterey« wurde die deutsche Sprache als Sprache der Literatur neben dem neuzeitlichen Gelehrtenlatein hoffähig.
Inhaltlich findet sich ein mitunter erhebliches Maß an Weltekel und Vergänglichkeitssucht, der sogenannten Vanitas. Besonders gelungene Beispiele hierfür sind die Sonette von Andreas Gryphius, z.B.: »Threnen des Vaterlands«, »Es ist alles eitel« oder »Abend«.
In der Zeit des Barock, wurde der menschliche Körper erst richtig in allen Details entdeckt. Darum sind wohl auch die Proportionen so üppig gewählt, einfach um auszudrücken, wie übermäßig man sich über jede einzelne Entdeckung gefreut hat.
...dazu fällt mir die Enttäuschung einer polnischen Fremdenführerin ein, als wir auf Angebot zurückhaltend antworteten. Wir würden es uns noch überlegen. Bis uns dämmerte, daß für uns Bayern (wo der Barock zuhause ist) Barock längst nicht etwas so außergeöhnliches ist wie eben für einen Polen in Polen.
Wir haben uns das Kloster dann doch angeguckt. Es war sehr schön.
Ein Barockgedicht, welches durchaus modern ist:
Heutige Weltkunst
Anders sein und anders scheinen,
Anders reden, anders meinen,
Alles loben, alles tragen,
Allen heucheln, stets behagen,
Allem Winde Segel geben,
Bös' und Gutem dienstbar leben,
Alles Tun und alles Dichten
Bloß auf eignen Nutzen richten:
Wer sich dessen will befleißen,
Kann politisch heuer heißen.
(Friedrich von Logau)
| Einige zufällige Stichwörter |
Autsch
Gangsterbraut
Heimchen
Brüssel-Paarung-Schwein-und-Frau
Einstimmung
|