Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Kontinentalplattenverschiebung«
LachBus schrieb am 2.11. 2005 um 09:47:39 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Interessant ist der zeitliche Zusammenhang zwischen dem Entstehen der Plattentektonik auf der Erde (je nach Autor vor 1.600 bis 600 Millionen Jahren) und der Entstehung der Mehrzeller im selben Zeitraum. Ohne Plattentektonik entstehen keine hohen Gebirge, es setzt keine starke Erosion ein - und dadurch, so der vermutete Zusammenhang, fehlen dem Leben Stoffe, die es zur Bildung diversifizierter Organe und spezialisierter Zellfunktionen braucht. Das beginnt beim Calciumcarbonat, das erst vor 1.550 Millionen Jahren in ausreichender Menge zur Verfügung stand, um Stromatolithenriffe aufzubauen.
Die ozeanische Kruste »recycelt« sich seitdem etwa alle 250 Millionen Jahre durch vollständige Subduktion (»Verschluckung«) an aktiven Kontinentalrändern, wodurch feuchte, kieselsäure─ und kalkreiche Sedimente »mitgenommen« werden, die aufschmelzen und ihre lebensdüngenden Inhaltsstoffe aus Vulkanen durch die Gegend streuen. Der Rest der Sedimente wird am Kontinentalrand zusammen geschoben, türmt Gebirge auf und zerlegt sich durch Abtragung in wenigen Millionen Jahren bis auf langweilige Rumpfflächen.
Unterbewusstsein schrieb am 19.5. 2003 um 13:52:13 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Irgendwann in der - ich glaube - siebten Klasse oder so, hat mein Lehrer im Erdkundeunterricht über Vulkane, Erdbeben usw. unterrichtet. Dabei fiel das Wort Kontinentalplattenverschiebung. Toll daran fand ich, dass es erklärte, warum es in Deutschland so wenig Erdbeben und Vulkanausbrüche gibt. Denn diese sind der Gesundheit nicht förderlich und erfreuen höchstens die am Aufbau beteiligten Baugewerbe.
Aber hauptsächlich habe ich mir das Wort seitdem gemerkt, weil es einfach schön lang ist und einen ganz tollen Klang hat.
Auch beim Siedeln, einem ganz tollen Brettspiel, kann man es gut anwenden, wenn die Karten auf dem Tisch verrutschen »oooch, guckt mal, eine Kontinentalplattenverschiebung«.
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