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Schmidt (é) schrieb am 12.3. 2026 um 12:20:25 Uhr über

DieDreiWorte

Jetzt sind wir nur noch drei. Die zwei Worte. Zwei der Worte trafen auf mich zu. Das dritte lehnte ich entschieden ab. Dieses Dritte aber wurde mir von Anderen zugeschrieben. Und nicht nur ich denke so, hieß es. Sie waren immer milde. Aber sie konnten auch sehr wütend werden. Sie wurden immer nur wütend wenn sie sehr betrunken waren. Oder an dem Tag nach dem Trinken. Oder auch am zweiten Tag nach dem Trinken. Ein Gewitter reinigt die Luft sagten sie dann. Mir war nicht nach Gewitter zu Mute. Mein Gewitter im Kopf konnte nicht kurz mal bereinigt werden. Es wurde durch Lautstärke, Gebrüll ausgelöst. Ich konnte dann nichts mehr hören. ich hörte nur das Gebell. Ich hörte alles was sie sagten aber es verschwand auch sofort wieder. ich konnte einfach bei einer gewissen Lautstärke einfach nicht mehr zuhören. Mutter flüsterte mir immer ins Ohr wenn etwas ernst war. Vater brüllte wohin haben meine schlampigen Buben wieder den Hammer gelegt. Er sagte nicht schlampig. Aber sie waren an allem schuld was fehlte und verlegt war. Ich habe mich wegen dieser drei Worte sehr schuldig gemacht. Man kann auch mit vierzig Jahren noch in eine Situation geraten wo man sehenden Auges etwas Unfassbares aufschreibt was man so gar nie gedacht hat und was man aber gerade in diesem speziellen augenblick genau so denkt weil einen die schlechten erinnerungen überfluten und man einzelne ganz genaue kleine szenen im Gedächtnisbild hat die man in diesem Moment des Hinschriebens vor sich sieht, ich kann mich für diese drei Worte nicht entschuldigen. Das ist mir klar geworden. was ich tun kann, ist mich so gut es geht genau zu erinnern was ich für Bilder und Gedanken vor Augen hatte als ich diese drei Worte schrieb, welche Erinnerungen mich so überfluteten, wenn man aufgefordert ist eine eintragung in ein offizielles Papier zu tätigen wo man doch seit Jahrzehnten schon Bücher voll allerwirrster Erinnerung schrieb teils hundert Seiten in achtzhen stunden mit Handkrämpfen verbrachte, jahrelang niemanden zu gesicht bekommt, sein leben, ach ich will nicht jammern. ich wollte mich entschuldigen. Aber das geht ja nicht. Und ich will auch mein gespaltenes hirn nicht als grund angeben. ich habs ja einigermaßen wieder zusammenflicken können indem ich ein paar Klaviere zertrümmerte mit der linken Hand


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