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Augustinus schrieb ein Werk diesen Titels, auf welches ich mich leider nicht beziehen kann.
Sehen wir uns das heutige Europa an, was sehen wir da?
20% der deutschen Bevölkerung ist Atheistisch, 38% nicht religiös, das ist weit unreligiöser als der weltwelte Durchschnitt.
Höher ist zwar Japan, aber was solls.
Die Zahl der Kirchenaustritte ist auf einem Rekordhoch und selbst Leute, die sich selbst als christlich oder religiös verstehen, handeln zumeist nicht aus dem Glauben heraus. Aus alt-christliche Lehren wie Jungfrauengeburt, Wundern und Wiederauferstehung werden da Metaphern. Ich habe gelesen, dass selbst in den Freikirchlichen Gemeinden beim Stichwort »Wiederauferstehung« häufig die Aussage kommt »wir haben das ewige Leben, das Reich Gottes, doch schon hier« etc.
Wittgensteins Dogma, demzufolge das Christentum keine Theorie über das Schicksal der Seele, sondern über Richtig und Falsch (im moralischen Sinne), sei, ist heute erfüllt [1]. Die meisten Christen in Europa sind so stark säkularisiert, dass das Christentum oft nicht einmal mehr einen Anlass bietet, über das Leben nachzudenken.
Wenn wir in Europa einen Gottesstaat sehen werden (was ich für keineswegs gewiss halte), dann einen anderen.
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Mir ist bewusst, dass Wittgenstein auch ganz anders klang. Der Fokus auf den moralischen Aspekt bleibt aber immer bestehen:
»Das Christentum ist keine Lehre, ich meine, keine Theorie darüber, was mit der Seele des Menschen geschehen ist und geschehen wird, sondern eine Beschreibung eines tatsächlichen Vorgangs im Leben des Menschen. Denn die ›Erkenntnis der Sünde‹ ist ein tatsächlicher Vorgang, und die Verzweiflung desgleichen und die Erlösung durch den Glauben desgleichen. Die, die davon sagen (wie Bunyan), beschreiben einfach, was ihnen geschehen ist, was immer einer dazu sagen will.« („Über Gewissheit“, Werkausgabe Band 8, Suhrkamp, und dort die Abteilung „Vermischte Bemerkungen“.)
»Das Christentum sagt unter anderm, glaube ich, daß alle guten Lehren nichts nützen. Man müsse das Leben ändern. (Oder die Richtung des Lebens.)« (ebenda)
Wittgenstein sah das Christentum klar unter dem Aspekt von Ethik, Sünde und Schuld -- und Vergebung. Dazu wäre noch etwas zu schreiben, doch...
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