Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 91, davon 90 (98,90%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 13 positiv bewertete (14,29%)
Durchschnittliche Textlänge 7041 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 0,000 Punkte, 63 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 5.2. 2003 um 10:27:14 Uhr schrieb
Geraldine über Schriftstellerin
Der neuste Text am 26.12. 2011 um 19:56:32 Uhr schrieb
® über Schriftstellerin
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 63)

am 3.5. 2010 um 03:02:12 Uhr schrieb
wuming über Schriftstellerin

am 22.3. 2010 um 01:11:19 Uhr schrieb
wuming über Schriftstellerin

am 24.9. 2010 um 21:09:43 Uhr schrieb
® über Schriftstellerin

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Schriftstellerin«

wuming schrieb am 22.3. 2010 um 01:31:58 Uhr zu

Schriftstellerin

Bewertung: 1 Punkt(e)


(Weitergeleitet von Julia Kristewa)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Julia Kristeva (bulgarisch Юлия Кръстева; * 24. Juni 1941 in Sliwen, Bulgarien) ist Literaturtheoretikerin, Psychoanalytikerin, Schriftstellerin und Philosophin.


Julia Kristeva, 2008Bereits seit 1965 lebt und arbeitet Kristeva in Paris, wo sie seit 1973 einen Lehrstuhl an der Universität Paris VII (Denis Diderot) innehat. Ihre Schriften zur Linguistik und zur Sprache prägten die poststrukturalistische Diskussion mit, vor allem durch ihre Mitarbeit an der literaturkritischen Zeitschrift Tel Quel. Beeinflusst wurde sie dabei u.a. von der Freud'schen und Lacan'schen Psychoanalyse, dem russischen Formalismus (sie spielte eine Mittlerrolle und machte Michail Bachtin in der französischen intellektuellen Szene bekannt) und dem Hegelianismus. Neben ihrer Forschungstätigkeit hat Kristeva eine Reihe von Romanen veröffentlicht.

Schon in den frühen 1970ern problematisierte Kristeva die weibliche Identität im Patriarchat. Wegen ihrer Nähe zur Psychoanalyse wurde Kristeva aber von Teilen der feministischen Literaturwissenschaft kritisiert. In jüngerer Zeit hatten ihre Arbeiten Einfluss auf die Theorien der Gender Studies, wobei sie aber das Etikettfeministischvon sich wies.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Werke (Auswahl)
1.1 Interviews
2 Literatur
3 Auszeichnungen
4 Siehe auch
5 Weblinks


Werke (Auswahl) [Bearbeiten]
Die Chinesin. Die Rolle der Frau in China, Ullstein, Frankfurt/M. 1982, ISBN 3-548-35144-1
Fremde sind wir uns selbst, Suhrkamp, Frankfurt/M. 2001, ISBN 3-518-11604-5
Geschichten von der Liebe, Suhrkamp, Frankfurt/M. 2002, ISBN 3-518-11482-4
Powers of horror. An essay on abjection, New York 1982
Die Revolution der poetischen Sprache, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1999, ISBN 3-518-10949-9
Schwarze Sonne. Depression und Melancholie, Brandes & Apsel, Frankfurt/M. 2007, ISBN 978-3-86099-736-9
Das weibliche Genie. Das Leben, der Wahn, die Wörter, Philo-Verlag, Berlin
1. – Hannah Arendt, 2001, ISBN 3-8257-0186-7
2. – Melanie Klein, 2005, ISBN 3-8257-0240-5
3. – Colette, franz. Fayard, 2002, ISBN 2213607710; engl. Columbia University Press, 2005, ISBN 9780231128971
Interviews [Bearbeiten]
»Seitenweise Text abschreiben - das ist keine Intertextualität«, Die Welt, 18. März 2010
Literatur [Bearbeiten]
Eva Angerer: Die Literaturtheorie Julia Kristevas. Von Tel Quel zur Psychoanalyse, Wien: Passagen Verlag 2005.
Megan Becker-Leckrone: Julia Kristeva and literary theory. Palgrave Macmillan, 2005, ISBN 0-333-78194-5
John Lechte: Julia Kristeva, live theory. Continuum Press, London 2004, ISBN 0-8264-6355-X
Bettina Schmitz: Arbeit an den Grenzen der Sprache. Julia Kristeva. Ulrike Helmer Verlag, Köngistein-Taunus 1998, ISBN 3-89741-006-0
Bettina Schmitz: Die Unterwelt bewegen. Politik, Psychoanalyse und Kunst in der Philosophie Julia Kristevas, ein-FACH-verlag, Aachen 2000, ISBN 3-928089-26-9
Inge Suchsland: Julia Kristeva. Zur Einführung. Junius-Verlag, Hamburg 1992, ISBN 3-88506-874-5
Christian Kupke: Julia Kristeva. In: Stephan Moebius & Dirk Quadflieg (Hg.): Kultur. Theorien der Gegenwart. Wiesbaden: VS- Verlag für Sozialwissenschaften, 750 S., 2006, ISBN 3-531-14519-3
Auszeichnungen [Bearbeiten]
1987: Ritter des Ordre des Arts et des Lettres
1989: Henry-Hertz-Preis
1991: Ritter des Ordre national du mérite
1995: Ehrendoktor der Western Ontario University
1997: Ritter der Ehrenlegion
1997: Ehrendoktor der Victoria-Universität an der Universität von Toronto
1998: Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
1999: Ehrendoktor der Harvard University
2000: Ehrendoktor der Freien Universität Brüssel (ULB)
2000: Ehrendoktor der Universität Bayreuth
20002001 am Institut Universitaire de France
2000: Ehrendoktor der Universität von Toronto
2002: Mitglied der British Academy, London
2002: Ehrendoktor der Universität Sofia
2002: Mitglied der Académie Universelle des Cultures
2003: Ehrendoktor der New School University
2004: Der Internationale Holberg-Preis
2006: Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken
Siehe auch [Bearbeiten]
Intertextualitätstheorie
feministische Theorie
Französische Literaturtheorie
Poetik
Tel Quel
Theorie des Erzählens
Weblinks [Bearbeiten]
Literatur von und über Julia Kristeva im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Julia Kristeva • PICA-Datensatz • Apper-Personensuche)
Homepage am Roland-Barthes-Zentrum (französisch)
Hannah-Arendt-Preis 2006 an Julia Kristeva
Normdaten: Personennamendatei (PND): 118778056 | Library of Congress Control Number (LCCN): n 50045983 | Virtual International Authority File (VIAF): 17224889
Personendaten
NAME Kristeva, Julia
ALTERNATIVNAMEN Kristewa, Julia
KURZBESCHREIBUNG bulgarisch-französische Philosophin, Psychoanalytikerin und Autorin
GEBURTSDATUM 24. Juni 1941
GEBURTSORT Sliwen, Bulgarien

Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Julia_Kristeva“
Kategorien: Philosoph (20. Jahrhundert) | Philosoph (21. Jahrhundert) | Psychoanalytiker | Semiotiker | Literaturwissenschaftler | Autor | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (21. Jahrhundert) | Literatur (Französisch) | Sachliteratur | Wissenschaftliche Prosa | Essay | Biografie | Roman, Epik | Kriminalliteratur | Mitglied der Ehrenlegion | Träger des französischen Nationalverdienstordens (Ritter) | Träger des Ordre des Arts et des Lettres | Franzose | Geboren 1941 | Frau

wuming schrieb am 26.2. 2010 um 05:46:17 Uhr zu

Schriftstellerin

Bewertung: 1 Punkt(e)



Bettina von ArnimBettina von Arnim (geborene Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Brentano, auch Bettine; * 4. April 1785 in Frankfurt am Main; † 20. Januar 1859 in Berlin) war eine deutsche Schriftstellerin und bedeutende Vertreterin der deutschen Romantik.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben
1.1 Jugend
1.2 Ehe mit Achim von Arnim
1.3 Soziale und literarische Arbeit
1.4 Tod und Nachwirkung
2 Kontakte
2.1 Goethe
3 Werk und Beurteilung
3.1 Gedichtbeispiel
4 Zitate
5 Werke
6 Briefe
7 Literatur
8 Einzelnachweise
9 Weblinks


Leben [Bearbeiten]
Jugend [Bearbeiten]
Bettina von Arnim war das siebte von zwölf Kindern des Großkaufmanns Peter Anton Brentano und seiner Frau Maximiliane von La Roche. Die aus Italien stammende altadelige Familie war begütert, das später von Bettinas Brüdern geleitete Haus zum Goldenen Kopf die Zentrale einer blühenden Ex- und Importfirma, von der Bettina ein beträchtliches Erbe zufiel.

1793 starb Bettina von Arnims Mutter. Die Tochter wurde deswegen bis zu ihrem 13. Lebensjahr im Ursulinenkloster Fritzlar erzogen. Nach dem Tod des Vaters lebte sie ab 1797 bei ihrer Großmutter Sophie von La Roche in Offenbach am Main, später in Frankfurt. Ihre Schwester Kunigunde Brentano war mit dem Rechtsgelehrten Friedrich Karl von Savigny verheiratet und lebte in Marburg, wo Bettina einige Zeit mit ihnen lebte. 1810 folgte sie den Savignys nach Berlin.

Ehe mit Achim von Arnim [Bearbeiten]
1811 heiratete Bettina Achim von Arnim, den sie bereits in Frankfurt als Freund und literarischen Arbeitskollegen ihres Bruders Clemens Brentano kennengelernt hatte. Die Arnims waren bis zu seinem plötzlichen Tod 1831 zwanzig Jahre verheiratet. Das Paar lebte überwiegend getrenntwährend sie in Berlin lebte, bewirtschaftete Achim das Gut Wiepersdorf.

Der Ehe entstammen sieben Kinder:

Freimund Johann (* 5. Mai 1812; † 2. März 1863)
Siegmund Lucas (* 2. Oktober 1813; † 22. Februar 1890)
Friedmund Anton Nepomuk (* 9. Februar 1815; † 24. Juli 1883)
Kühnemund Waldemar (* 24. März 1817; † 24. Juni 1835)
Maximiliane Marie Catharine, (* 23. Oktober 1818; † 31. Dezember 1894)
Armgart Catharina, (* 4. März 1820; † 17. Januar 1880) (die Mutter der Schriftstellerinnen Elisabeth von Heyking und Irene Forbes-Mosse)
Gisela. (* 30. August 1827; † 4. April 1889) ∞ Herman Grimm

Bettina von Arnims Grab neben der Dorfkirche von Wiepersdorf Soziale und literarische Arbeit [Bearbeiten]
Bettina von Arnims literarisches und soziales Engagement rückte erst nach dem Tod ihres Mannes 1831, dessen Werke sie herausgab, ins Licht der Öffentlichkeit. Die neue Autonomie, die der Witwenstand ermöglichte, führte zu einer Verstärkung ihres öffentlichen Wirkens. Bei der Choleraepidemie in Berlin engagierte sie sich für soziale Hilfsmaßnahmen in den Armenvierteln und pflegte selber Erkrankte. Sie schrieb das sozialkritische Buch Dies Buch gehört dem König (1843). Das aus fiktiven Dialogen zwischen der Mutter Goethes und der Mutter des preußischen Königs bestehende Werk wurde in Bayern verboten.

In der Ernüchterung, die der gescheiterten Revolution von 1848 folgte, verfasste sie 1852 die Fortsetzung Gespräche mit Dämonen, in der sie für die Abschaffung der Todesstrafe und die politische Gleichstellung von Frauen und Juden eintritt. Ihre weitreichende Korrespondenz zur Ermittlung statistischer Angaben für ihr Armenbuch erregte großes Aufsehen, das Buch wurde bereits vor seinem Erscheinen von der preußischen Zensur verboten, da man Bettina von Arnim verdächtigte, den Weberaufstand mit angezettelt zu haben.

Sie stand den Ideen der Frühsozialisten nahe; 1842 traf sie mit Karl Marx zusammen, hielt jedoch an der Idee eines Volkskönigs fest. [1] Der König sollte erster Bürger einer Gemeinschaft von Bürgern sein und mit ihnen den Staat erschaffen, in dem sie leben wollen.

Tod und Nachwirkung [Bearbeiten]
1854 erlitt Bettina von Arnim einen Schlaganfall, von dem sie sich nicht mehr erholte. Sie war einseitig gelähmt und hatte sowohl das Seh- als auch das Hörvermögen verloren. Ihr Zustand besserte sich nur noch unerheblich.

Am 20. Januar 1859 starb sie im Kreise ihrer Familie. Sie wurde neben ihrem Mann an der Kirche von Wiepersdorf beigesetzt.

1985 wurde aus Anlass ihres 200. Geburtstages in Berlin die Bettina-von-Arnim-Gesellschaft gegründet. Sie hat das Ziel, Leben und Werk der Autorin einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die Gesellschaft schreibt alle drei Jahre einen undotierten Forschungspreis aus und gibt das Internationale Jahrbuch der Bettina-von-Arnim-Gesellschaft heraus.


Bettina von Arnim auf dem 5-DM-ScheinSie war von 1992 an auf dem 5-DM-Schein der letzten D-Mark-Banknotenserie abgebildet.

An der Ursulinenschule in Fritzlar, an der Bettina von Arnim Internatsschülerin war, wird seit 2002 das Bettina-von-Arnim-Forum veranstaltet.

Kontakte [Bearbeiten]
Bettina von Arnim war bekannt für ihre zahlreichen Kontakte zu Persönlichkeiten aus Politik und Kultur:

Bereits in Frankfurt freundete sie sich mit Karoline von Günderrode an.
Bis 1810 war sie im süddeutschen Raum unterwegs, wo sie u.a. Ludwig Tieck und Ludwig van Beethoven kennenlernte.
1836 lebte Johanna Mathieux, die spätere Ehefrau Gottfried Kinkels, bei ihr in Berlin. Johanna gab Bettina von Arnims Kindern Klavierunterricht und studierte eine Vielzahl mehrstimmiger Lieder mit ihnen ein.
In einem der Berliner Salons traf sie Rahel Robert, die spätere Rahel Varnhagen.
Weitere Kontakte, meist nach dem Tod ihres Mannes begonnen, hatte sie mit Friedrich Schleiermacher, Hermann von Pückler-Muskau, Felix Mendelssohn Bartholdy, dem jungen Johannes Brahms, Joseph Joachim und Robert Schumann.
1840 bewirkte ihr Einfluss, dass die Brüder Grimmwegen der Zugehörigkeit zu den Göttinger Sieben seit 1837 mit Berufsverbot belegteinen Ruf an die Berliner Universität annehmen konnten.

Das Petrihaus im Brentanopark in Frankfurt-RödelheimIm sogenannten Petrihaus in Frankfurt-Rödelheim traf Bettina Adele Schopenhauer und Marianne von Willemer. Auch Goethe hat hier einige Male übernachtet.
Goethe [Bearbeiten]
1806 begann die lange währende Freundschaft Bettina von Arnims mit Goethes Mutter Katharina Elisabeth, da der Dichterfürst auf die ihm schwärmerisch erscheinenden Briefe Bettines zunächst nicht antwortete. Doch der Weg zum Mann führt über die Mutter, und so kam es, dass sie ein Jahr später in Weimar erstmals den von ihr extrem verehrten Johann Wolfgang Goethe selber besuchen durfte; der nach Goethes Tod unter dem Titel Goethes Briefwechsel mit einem Kinde berühmt gewordene Briefwechsel zwischen den beiden begann. 1811 kam es zum Bruch mit Goethe nach einer öffentlichen Auseinandersetzung zwischen ihr und Goethes Ehefrau Christiane.

In einer Gemäldeausstellung des Goethe-Vertrauten Johann Heinrich Meyer hatte sich Bettina von Arnim abfällig über die Werke von Kunschtmeyer geäußert. Christiane riss ihr daraufhin die Brille von der Nase, und Bettina nannte Christiane eine wahnsinnige Blutwurst. Goethe verbot Bettina von Arnim und ihrem Ehemann fortan sein Haus. Als er das Ehepaar ein Jahr später in Bad Teplitz traf, nahm er von ihnen keine Notiz und schrieb seiner Frau: Ich bin sehr froh, daß ich die Tollhäusler los bin. Wiederholte Briefe, in denen Bettina ihn verzweifelt um erneute Kontaktaufnahme bat, ließ er unbeantwortet. [2]

Werk und Beurteilung [Bearbeiten]
Bettina gab ihre Briefwechsel mit Johann Wolfgang von Goethe, Karoline von Günderrode, Clemens Brentano, Philipp von Nathusius und Friedrich Wilhelm IV. von Preußen in zum Teil sehr stark bearbeiteter Form heraus. Diese Briefbücher, die nach den Grundsätzen der romantischen Poetik komponiert waren, wurden von den Lesern oft für authentische Dokumente gehalten, was zu Fälschungsvorwürfen gegen Bettina von Arnim führte.

Insbesondere das 1835 erschienene Buch Goethes Briefwechsel mit einem Kinde wurde ein Verkaufserfolg und beeinflusste das Goethe-Bild der Folgezeit stark, besonders unter den Romantikern. Die Originalbriefe wurden im Jahr 1922 publiziert. In dem Briefroman Die Günderode verarbeitete sie die Monate ihrer Freundschaft mit Karoline von Günderrode im Jahr 1804 und ihren Freitod.

Bettina von Arnim erfuhr und erfährt sehr unterschiedliche Beurteilungen. Zeitgenossen beschrieben sie als grillenhaftes, unbehandelbares Geschöpf, als koboldhaftes Wesen [2]. Man sieht sie aber auch als emanzipierte, vielbegabte und neugierige Frau, die sich erfolgreich für persönliche Unabhängigkeit und geistige Freiheit einsetzte, für sich wie auch für andere Menschen. [3]

Bettina von Arnims Leben und insbesondere ihre Beziehung zu Goethe werden sehr ausführlich von Milan Kundera in seinem Roman Die Unsterblichkeit behandelt. Kundera sieht Bettina als Frau, die zeitlebens versuchte, durch Kontakt zu herausragenden Persönlichkeiten ihrer Zeit und der Suggestion einer tiefen emotionalen Beziehung zu ihnen eigenen Ruhm zu erwerben. Illustriert wird diese Interpretation hauptsächlich durch die Analyse ihres Briefverkehrs mit Goethe, der von ihr bei der Veröffentlichung daran vorgenommenen Änderungen und des öffentlichen Streits mit Christiane Goethe.

Gedichtbeispiel [Bearbeiten]

Berliner Sonderbriefmarke zum 200. Geburtstag 1985, nach einer Radierung von Ludwig Emil Grimm[Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!]

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Hinab ins Tal, mit Rasen sanft begleitet,
Vom Weg durchzogen, der hinüber leitet,
Das weiße Haus inmitten aufgestellt,
Was ist's, worin sich hier der Sinn gefällt?


Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Erstieg ich auch der Länder steilste Höhen,
Von wo ich könnt die Schiffe fahren sehen
Und Städte fern und nah von Bergen stolz umstellt,
Nichts ist's, was mir den Blick gefesselt hält.


Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Und könnt ich Paradiese überschauen,
Ich sehnte mich zurück nach jenen Auen,
Wo Deines Daches Zinne meinem Blick sich stellt,
Denn der allein umgrenzet meine Welt. [4]

Zitate [Bearbeiten]
Es ist wahr, [...], in mir ist ein Tummelplatz von Gesichten, alle Natur weit ausgebreitet, die überschwenglich blüht in vollen Pulsschlägen, und das Morgenrot scheint mir in die Seele und beleuchtet alles. Wenn ich die Augen zudrücke mit beiden Daumen und stütze den Kopf auf, dann zieht diese große Naturwelt an mir vorüber, was mich ganz trunken macht. Der Himmel dreht sich langsam, mit Sternbildern bedeckt, die vorüberziehen; und Blumenbäume, die den Teppich der Luft mit Farbenstrahlen durchschießen. Gibt es wohl ein Land, wo dies alles wirklich ist? Und seh ich da hinüber in andre Weltgegenden? [5]

Wer ist des Staates Untertan? Der Arme ists!- Nicht der Reiche auch?- Nein, denn seine Basis ist Selbstbesitz und seine Überzeugung, daß er nur sich angehöre!- Den Armen fesseln die Schwäche, die gebundenen Kräfte an seine Stelle.- Die Unersättlichkeit, der Hochmut, die Usurpation fesseln den Reichen an die seine. Sollten die gerechten Ansprüche des Armen anerkannt werden, dann wird er mit unzerreißbaren Banden der Blutsverwandtschaft am Vaterlandsboden hängen, der seine Kräfte der Selbsterhaltung weckt und nährt, denn die Armen sind ein gemeinsam Volk, aber die Reichen sind nicht ein gemeinsam Volk, da ist jeder für sich und nur dann sind sie gemeinsam, wenn sie eine Beute teilen auf Kosten des Volkes.[6]

Werke [Bearbeiten]
Tagebuch. 1835
Goethes Briefwechsel mit einem Kinde. 1835
Die Günderode. 1840
Reichsgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns. Mit ihrer Tochter Gisela. 1840
Dedié á Spontini. 1842
Dies Buch gehört dem König. 1843
Clemens Brentanos Frühlingskranz, aus Jugendbriefen ihm geflochten, wie er selbst schriftlich verlangte. 1844
Ilius Pamphilius und die Ambrosia. 1848
An die aufgelöste Preussische National-Versammlung. 1848
Die Polenbroschüre. 1848
Gespräche mit Daemonen. Des Königsbuchs zweiter Teil. 1852
Ilius Pamphilius und die Ambrosia. Briefroman. 1847f.
Briefe [Bearbeiten]
Wolfgang Bunzel u. Ulrike Landfester: In allem einverstanden mit Dir". Bettine von Arnims Briefwechsel mit ihrem Sohn Freimund, Göttingen 2001.
Enid u. Bernhard Gajek (Hgg.): Bettine von Arnim, Hermann von Pückler-Muskau, »Die Leidenschaft ist der Schlüssel zur Welt«. Briefwechsel 1832-1844, Cotta, Stuttgart 2001.
Johannes Müller (Hg.): Bettine von Arnim. Werke und Briefe. Bd. 5. Frechen 1961.
Werner Vordtriede (Hg.): Achim und Bettina in ihren Briefen, 2 Bde., Frankfurt am Main 1981.
Kurt Wanner (Hg.): Bettina von Arnim. „Ist Dir bange vor meiner Liebe?“ Briefe an Philipp Hössli nebst dessen Gegenbriefen und Tagebuchnotizen, Frankfurt am Main 1996.
Literatur [Bearbeiten]
Hildegard Baumgart: Bettine Brentano und Achim von Arnim. Lehrjahre einer Liebe. Berlin Verlag, Berlin 1999. ISBN 3-8270-0271-0
Konstanze Bäumer/Hartwig Schultz: Bettina von Arnim. Saint Albin, Berlin, 2004 ISBN 3-930293-49-8
Gisela Dischner: Bettina von Arnim. Eine weibliche Sozialbiografie des 19. Jahrhunderts. Wagenbach, Berlin, 1981 ISBN 3-8031-2030-6
Ingeborg Drewitz: Bettine von Arnim „…muß man nichts als leben“, Ullstein, Berlin 2002, ISBN 3-548-60261-4
Dagmar von Gersdorff: Bettina und Achim von Arnim, Rowohlt, Reinbek 2002, ISBN 3-499-23240-5
Helmut Hirsch: Bettine von Arnim. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-50369-7
Heinrich Lilienfein: Bettina. Dichtung und Wahrheit ihres Lebens, Bruckmann, München, 1949
Gertrud Meyer-Hepner: Der Magistratsprozess der Bettina von Arnim, Arion, Weimar 1960
Ulrike Prokop: Die Freundschaft zwischen Katharina Elisabeth Goethe und Bettina Brentano. Aspekte weiblicher Tradition, in: Vorträge aus der Frankfurter Frauenschule. Facetten feministischer Theoriebildung, Materialband 2, Selbstverlag, Frankfurt am Main, 1987
Ursula Püschel: Bettina von Arnims Polenbroschüre, Henschel, Berlin, 1954
Ursula Püschel: Wider die Philister und die bleierne Zeit. Untersuchungen, Essays, Aufsätze über Bettina von Arnim, Seifert, Berlin 1995, ISBN 3-930265-12-5
Ursula Püschel: Die Welt umwälzen - denn darauf läufts hinaus. Der Briefwechsel zwischen Bettina von Arnim und Friedrich Wilhelm IV, Aisthesis, Bielefeld 2001, ISBN 3-89528-312-6
Ursula Püschel: Bettina von Arnim - politisch. Erkundungen, Entdeckungen Erkenntnisse, Aisthesis, Bielefeld 2005, ISBN 3-89528-482-3
Elke Schmitter: Bettine von Arnim: „Zum Weltumwälzen geboren“, in: Leidenschaften. 99 Autorinnen der Weltliteratur, München 2009, S. 2632, ISBN 978-3-570-01048-8
Angela Thamm: Romantische Inszenierungen in Briefen. Der Lebenstext der Bettine von Arnim geb. Brentano, Saint Albin Verlag, Berlin 2000
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Spiegel-online: Projekt Gutenberg.de: Bettina (Catharina Elisabetha Ludovica Magdalena) von Arnim geb. Brentano
a b Uni Köln: Bettine von Arnim
↑ dichterinnen.de: Bettine von Arnim
↑ wortblume.de: Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!, Gedicht, Bettina von Arnim
http://www.jiii.de/dichterinnen/Arnim/ Biographie von Bettina von Arnim
Uni Ulm: Bettina von Arnim, geb. Brentano
Weblinks [Bearbeiten]
Wikisource: Bettina von Arnim – Quellen und Volltexte
Wikiquote: Bettina von Arnim – Zitate
Commons: Bettina von Arnim – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Literatur von und über Bettina von Arnim im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Bettina von Arnim • PICA-Datensatz • Apper-Personensuche)
Werke von Bettina von Arnim. In: Zeno.org.
Werke von Bettina von Arnim. In: Projekt Gutenberg-DE.
Kommentierte Linksammlung bei der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin
Homepage der Familie von Arnim
Normdaten: Personennamendatei (PND): 118504185
Personendaten
NAME Arnim, Bettina von
ALTERNATIVNAMEN Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Brentano (Geburtsname); Bettine von Arnim
KURZBESCHREIBUNG deutsche sozialkritische Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 4. April 1785
GEBURTSORT Frankfurt am Main
STERBEDATUM 20. Januar 1859
STERBEORT Berlin

Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Bettina_von_Arnim“
Kategorien: Arnim | Achim von Arnim | Clemens Brentano | Autor | Literatur (19. Jahrhundert) | Literatur (Deutsch) | Roman, Epik | Dissident | Salonnière | Person (Marburg) | Person (Fritzlar) | Deutscher | Geboren 1785 | Gestorben 1859 | Frau

® schrieb am 8.9. 2010 um 04:00:25 Uhr zu

Schriftstellerin

Bewertung: 1 Punkt(e)

Nathalie Sarraute (* 18. Juli 1900 in Iwanowo; † 19. Oktober 1999 in Paris) war eine französische Schriftstellerin mit russischen Wurzeln.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben und Schaffen
1.1 Kindheit und jüngere Jahre
1.2 Die Anfänge als Autorin
1.3 Die Zeit der Anerkennung
2 Werke
3 Literatur
4 Weblinks

Leben und Schaffen [Bearbeiten]
Kindheit und jüngere Jahre [Bearbeiten]
Geboren (oft findet man als Jahr fälschlich 1902) wurde sie als Natascha Tscherniak in Iwanowo unweit Moskau. Nach der baldigen Trennung ihrer Eltern lebte sie zunächst bei ihrer etwas extravaganten und sehr bestimmenden, ebenfalls schriftstellernden Mutter und deren neuem Partner, einem freischaffenden Historiker, und zwar ab 1902 in Paris, wo sie die École maternelle (Kindergarten) besuchte und somit früh Französisch lernte. Jeweils einen Monat im Jahr verbrachte sie aber bei ihrem Vater, einem jüdischen (persönlich eher irreligiösen) Chemiker und Farbfabrikanten, in Russland oder der Schweiz. 1906–1909 lebte sie mit Mutter und Stiefvater in Sankt Petersburg.

Während dieser Zeit (1907) verließ ihr Vater Russland aus politischen Gründen und ging nach Frankreich, wo er bei Paris eine kleinere Fabrik aufmachte und sich mit einer deutlich jüngeren Frau wiederverheiratete. Anfang 1909 wurde die achteinhalbjährige Nathalie für einige Zeit zum Vater geschickt, weil Mutter und Stiefvater einen längeren Ungarn-Aufenthalt planten. Statt anschließend nach Russland zurückzukehren, blieb sie jedoch in Paris. Hier verbrachte sie ihre weitere Schulzeit (am Lycée Fénelon) und mehr oder weniger auch den Rest ihres Lebens.

Offenbar ähnlich einschneidend und traumatisierend für sie wie die frühe Trennung der Eltern und die nachfolgende Entwurzelung war die Wiederverheiratung ihres sehr liebevollen Vaters. Dessen neue Frau war eifersüchtig auf sie, so dass sie zu ihr und deren Kind, ihrer Halbschwester, kein Verhältnis fand. Schon als kleines Mädchen erfuhr sie so die Schwierigkeiten eines Individuums zwischen wechselnden und dazu divergierenden Bezugspersonen, was ihren Sinn für alles Psychologische zweifellos ebenso schärfte wie das Aufwachsen in zwei Sprachen und Kulturen.

Nach dem baccalauréat studierte sie zunächst englische Literatur in Paris und absolvierte 1920 die Abschlussprüfung (Licence). Hiernach begann sie ein Studium der Geschichte und Soziologie in Oxford (1920/21) sowie, denn passabel Deutsch konnte sie auch, in Berlin (1921/22). Dieses Studium brach jedoch ohne Abschluss ab und hängte schließlich noch ein Jurastudium in Paris an. Hierbei lernte sie Raymond Sarraute kennen, den sie, nachdem er sich als Anwalt niedergelassen hatte, heiratete (1925) und mit dem sie drei Töchter bekam (eine ist die bekannte Journalistin Claude Sarraute, Ehefrau des Mitglieds der Académie française Jean-François Revel). Beruflich dagegen scheint sie längere Zeit experimentiert zu haben: so arbeitete sie kurz bei einem Anwalt und Vermögensverwalter (Avoué), erhielt auch die Zulassung als Anwältin und vertrat ein paar Mandanten, schrieb sich daneben aber noch für ein Promotionsstudium ein.

Die Anfänge als Autorin [Bearbeiten]
Spätestens ab 1932 war ihr eigentlicher Ehrgeiz die Literatur. Zunächst mehr nebenher verfasste sie 19 kürzere Texte, in denen sie sogleich die sie auszeichnende Kunst der Wahrnehmung und Darstellung feinster psychischer Regungen bewies und die sie 1939, nach langwieriger Suche eines Verlags, unter dem Titel Tropismes publizierte. Der ausbrechende Krieg ließ das kleine Buch aber unbemerkt bleiben.

Der deutsche Einmarsch 1940 und der sich bald anschließende Zwang für sie als »Halbjüdin«, unterzutauchen und (z.T. in kleinen Orten nahe Paris) mit falschem Namen zu leben, verhinderte fürs erste weitere Publikationen. Schreiben jedoch tat sie weiter: Ab 1941 entstand der Roman Portrait d'un inconnu, der 1948 nach wiederum langwieriger Verlagssuche bei Gallimard erschien, aber trotz eines lobenden Vorwortes von Sartre nur bei Insidern Beachtung fand. Ähnlich erging es einem weiteren Roman, Martereau (1953).

Etwas bekannter wurde sie 1956 mit dem Sammelband L'Ère du soupçon, der vier, teils schon etwas ältere, literaturtheoretische Essays vereint und so etwas wie ein Manifest der sich um 1955 bildenden Schule des »nouveau roman« wurde. Entsprechend fiel Sarrautes nächster Roman, Planétarium (1959), bei jenem Teil des Publikums, der die »nouveaux romans« goutierte, auf fruchtbaren Boden, und der Roman Les fruits d'or (1963) wurde sogar mit dem Prix international de littérature ausgezeichnet.

Die Zeit der Anerkennung [Bearbeiten]
Hiermit hatte sie den Durchbruch geschafft; zunehmend wurde sie zu Vortragsreisen, auch ins Ausland, eingeladen. Ab 1963 versuchte sie sich auch als Theaterautorin und verfasste im Lauf der nächsten 30 Jahre sieben Stücke: Le Silence (1963, zunächst in deutscher Übersetzung als Hörspiel gesendet, 1964 gedruckt, 1967 in Paris aufgeführt); Le Mensonge (1965); Isma (1970); C'est beau und Le Gant retourné (1975); Pour un oui, pour un non (1982); Elle est là (1993). Die Stücke kamen zwar alle zur Aufführung, mehrten letztlich ihren Ruhm aber kaum.

Ihre Domäne blieb, neben einigen weiteren Essays, die Gattung Roman: Entre la vie et la mort (1968), Vous les entendez ? (1972), Disent les imbéciles (1976), L'Usage de la parole (1980), Tu ne t'aimes pas (1989), Ici (1995).

Spätestens ab 1970 war sie anerkannt als eine der zentralen Figuren der französischen Literatur der Nachkriegsjahrzehnte; Werke von ihr wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Leichte Kost allerdings sind ihre ohne zielstrebige Handlung und weitgehend auch ohne markante Personen konzipierten, ganz auf psychische Phänomene konzentrierten Romane nicht. Sehr gut lesbar dagegen, sehr ansprechend und interessant ist das autobiografische Büchlein Enfance (1983), eine mehr impressionistische denn chronologisch-systematische Darstellung der Kindheit Sarrautes.

Werke [Bearbeiten]
Oeuvres complètes, Paris: Bibliothèque de la Pléiade, 1996 (2128 S.) ISBN 2070114341
Tropismes (Tropismen), 1939 (Textsammlung)
Paul Valéry et l'enfant éléphant 1947 (Essay)
L'Ère du soupçon (Zeitalter des Misstrauens), 1947 (Essay)
Portrait d'un Inconnu, zuerst 1948 (mit Vorwort J.P. Sartre), div. weitere frz. Auflagen, 1961 mit Vorw. Aragon, zuletzt 1996 (Porträt eines Unbekannten) Üb. Elmar Tophoven, dt. 1999
Martereau (Martereau), 1953 (Roman)
Le Planétarium 1959 u.ö. (dt. Das Planetarium. Roman dtv, 1965. Mit einem Essay von Hannah Arendt über Les Fruits d'Or in Deutsch. Übersetzer Elmar Tophoven)
Les Fruits d'or (Die goldenen Früchte), 1963 (Roman)
Le Silence (Die Stille oder Das Schweigen) 1964 (Theater)
Flaubert le précurseur 1965 (Essay)
Le Mensonge (Die Lüge), 1966 (Theater)
Entre la vie et la mort (Zwischen Leben und Tod), 1968 (Roman)
Isma, ou ce qui s’appelle rien (Isma oder was Nichts heißt), 1970 (Theater)
Vous les entendez ? (Hören Sie/hört ihr sie?), 1972 (Roman)
Cest beau (Das ist schön), 1975 (Theater)
Disent les imbéciles (Sagen die Dummköpfe), 1976 (Roman)
L’Usage de la parole (Der Wortgebrauch), 1980 (Roman)
Enfance (Kindheit), 1983 (Autobiografie, auch als Theateradaption) Üb. Elmar Tophoven, dt. 1984 u.ö., zuletzt 2000
Tu ne t’aimes pas (Du liebst dich nicht), 1989 (Roman)
Elle est là (Sie ist da), 1993 (Theater)
Pour un oui, pour un non (Für ein Ja oder Für ein Nein), 1993 (Theater)
Ici (Hier), 1995 (Roman) Üb. Erika Tophoven, dt. 1997
Ouvrez (Aufmachen!), 1997 (Roman) Üb. Erika Tophoven, dt. 2000
Literatur [Bearbeiten]
André Allemand: L'oeuvre romanesque de Nathalie Sarraute. A la Baconnière, Neuchatel 1980. ISBN 2-8252-0012-3
Hannah Arendt Nathalie Sarraute in: Menschen in finsteren Zeiten Hg. Ursula Ludz, München: Piper, 1989 ISBN 3492033601 S. 298 - 309 (Neuaufl. 2001 ISBN 3492233554)
Sheila M. Bell: Nathalie Sarraute. A bibliography. Grant & Cutler, London 1982. ISBN 0-7293-0138-9
Simone Benmussa: Nathalie Sarraute. Manufacture, Lyon 1987. ISBN 2-904638-85-7 (Gespräche mit N.S.)
Brigitta Coenen-Mennemeier: Der Roman im Zeitalter des Mißtrauens. Athenaion, Frankfurt a. M. 1974, ISBN 3-7610-7193-0
Renate Kroll, Art. »N.Sin: Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur, 44. Lieferung, 1997 (Hg. Heinz Ludwig Arnold, Loseblatt) ISBN 3883778117
Anthony S. Newman: Une poésie des discours. Essai sur les romans de Nathalie Sarraute. Droz, Genève 1976
Jean Pierrot: Nathalie Sarraute. Corti, Paris 1990. ISBN 2-7143-0380-3
Micheline Tison-Braun: Nathalie Sarraute ou la recherche de l'authenticité. Gallimard, Paris 1971
Helen Watson-Williams: The novels of Nathalie Sarraute. Rodopi, Amsterdam 1981 ISBN 90-6203-703-8
Franziska Sick: Nathalie Sarraute: »Portrait dun inconnu« 1948 und Alain Robbe-Grillet: »La Jalousie « 1957. in Wolfgang Asholt, Hg.: Interpretationen. Französische Literatur 20. Jahrhundert: Roman. Stauffenburg, Tübingen 2007 ISBN 9783860579091
Weblinks [Bearbeiten]
Literatur von und über Nathalie Sarraute im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Biografie, Bibliografie, Analyse (französisch)
alalettre (französisch)
Artikel in »Namen, Titel und Daten der franz. Literatur« (Hauptquelle für »Leben und Schaffen«)
adpf.asso - und die verlinkten Seiten (französisch)
remue.net - und die verlinkten Seiten (französisch)
études-littéraires (französisch)
Martina Meister: Das Wesentliche beschreiben - Dem Unsichtbaren auf der Spur. Zum Tod der Schriftstellerin N. S. FR 21. Oktober 1999 (daneben: Artikel aus Le Monde 20. Oktober 1999 zum gleichen Thema, frz.)
Normdaten: PND: 118605577 (PICA) | LCCN: n50015593 | VIAF: 100261697 | WP-Personeninfo
Personendaten
NAME Sarraute, Nathalie
ALTERNATIVNAMEN Tscherniak, Natascha
KURZBESCHREIBUNG russisch-französische Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 18. Juli 1900
GEBURTSORT Iwanowo, Russland
STERBEDATUM 19. Oktober 1999
STERBEORT Paris
Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Nathalie_Sarraute“
Kategorien: Autor | Essay | Roman, Epik | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (Französisch) | Franzose | Russe | Geboren 1900 | Gestorben 1999 | Frau

wuming schrieb am 20.3. 2010 um 03:36:29 Uhr zu

Schriftstellerin

Bewertung: 1 Punkt(e)


Marie Luise Kaschnitz, eigentlich Marie Luise Freifrau von Kaschnitz-Weinberg; geborene von Holzing-Berstett (* 31. Januar 1901 in Karlsruhe; † 10. Oktober 1974 in Rom) war eine deutsche Lyrikerin und Autorin von Erzählungen.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben
2 Werke (Auswahl)
3 Auszeichnungen
4 Literatur
4.1 Biographien und Einführungen
4.2 Untersuchungen zu Einzelfragen
5 Weblinks


Leben [Bearbeiten]
Die Tochter eines Generalmajors wuchs in Potsdam und Berlin auf, wurde nach dem Abitur in Weimar zur Buchhändlerin ausgebildet (1922–1924) und arbeitete anschließend in einem Münchner Verlag und einem Antiquariat in Rom.

1925 heiratete sie den Archäologen Guido Kaschnitz von Weinberg, mit dem sie zahlreiche Reisen nach Frankreich, Italien und Griechenland unternahm und abwechselnd in Rom, Königsberg (Preußen), Marburg und Frankfurt am Main lebte. Von 1941 bis zu ihrem Tod lebte sie überwiegend in Frankfurt, wo ihr Mann einen Lehrstuhl für Archäologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität übernommen hatte. Nach dem Tod ihres Mannes 1958 zog sie sich zeitweise auf das Familiengut in Bollschweil bei Freiburg zurück.

Ihrem ersten Roman Liebe beginnt (1933), den Kaschnitz anlässlich eines Preisausschreibens des Verlags Cassirer schrieb, folgten Erzählungen, Essays und Gedichte, darunter Totentanz und Gedichte zur Zeit (1947), die ganz unter dem Eindruck der Kriegserfahrung standen, während sich in den folgenden Werken Zukunftsmusik (1950) und dem Zyklus Ewige Stadt (1952) eine zunehmende Tendenz zum Dialog des lyrischen Ichs mit der Gegenwart zeigt. In ihrem Spätwerk nahmen essayistische Aufzeichnungen und autobiographische Schriften eine zentrale Stellung ein. Nach den römischen Aufzeichnungen Engelsbrücke (1955) erschienen unter anderem Das Haus der Kindheit (1956) und Steht noch dahin. Neue Prosa (1970), in dem das Ich die Wirklichkeit und die eigene Identität zunehmend in Frage stellt.

Seit den 1950er Jahren wandte sich Kaschnitz verstärkt dem Hörspiel zu. 1955 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet und war 1960 Gastdozentin für Poetik an der Universität Frankfurt. Sie war unter anderem Mitglied des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Bayerischen Akademie der schönen Künste.

Kaschnitz starb am 10. Oktober 1974 in Rom, wo sie ihre Tochter besucht hatte. Beigesetzt ist sie in Bollschweil, dem Ort des Familiensitzes, dem sie mit Beschreibung eines Dorfes (1966) ein literarisches Denkmal gesetzt hatte. An ihrem langjährigen Wohnhaus Wiesenau 8 im Frankfurter Westend erinnert eine Gedenktafel an sie. Ihr Nachlass befindet sich im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar.

Werke (Auswahl) [Bearbeiten]
Liebe beginnt. Roman, Berlin 1933
Elissa. Roman, Berlin 1936
Menschen und Dinge 1945. Zwölf Essays. Heidelberg 1946
Gedichte. Hamburg 1947
Totentanz und Gedichte zur Zeit. Hamburg 1948
Adam und Eva (1949)
Zukunftsmusik. Gedichte, Hamburg 1950
Hiroshima (1951)
Das dicke Kind und andere Erzählungen. Krefeld 1952
Ewige Stadt. Rom-Gedichte. Krefeld 1952
Engelsbrücke. Römische Betrachtungen. Hamburg 1955
Das Haus der Kindheit. Autobiographie, Hamburg 1956
Lange Schatten. Erzählungen, Hamburg 1960
Dein Schweigenmeine Stimme. Gedichte 19581961. Hamburg 1962
Hörspiele. Hamburg 1962
Einer von zweien (1962)
Wohin denn ich. Aufzeichnungen. Hamburg 1963
Überallnie. Ausgewählte Gedichte 1928–1965. Hamburg 1965
Ein Wort weiter (1965)
Ferngespräche. Erzählungen, Frankfurt am Main 1966
Beschreibung eines Dorfes. Frankfurt am Main 1966
Popp und Mingel (1967)
Ein Gedicht (1967)
Tage, Tage, Jahre. Aufzeichnungen. Frankfurt am Main 1968
Die fremde Stimme. Hörspiel, München 1969
Steht noch dahin. Neue Prosa. Frankfurt am Main 1970
Orte. Aufzeichnungen. Frankfurt am Main 1973
Der alte Garten. Ein Märchen. Düsseldorf 1977 (posthum erschienen)
Auszeichnungen [Bearbeiten]
1955: Georg-Büchner-Preis
1961: Villa-Massimo-Stipendium
1966: Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main
1967: Pour le mérite für Wissenschaft und Künste
1968: Ehrendoktorwürde der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
1970: Johann-Peter-Hebel-Preis des Landes Baden-Württemberg
1971: Goethe-Plakette des Landes Hessen
1973: Roswitha-Gedenkmedaille
Literatur [Bearbeiten]
Biographien und Einführungen [Bearbeiten]
Dagmar von Gersdorff: Marie Luise Kaschnitz. Eine Biographie. Insel, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-458-16342-5 (Taschenbuchausgabe: Insel, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-458-33587-0)
Elsbet Linpinsel: Marie Luise Kaschnitz. Leben und Werk. (= Dichter und Denker unserer Zeit; Folge 37). Claassen, Hamburg u. a. 1971
Elsbeth Pulver: Marie Luise Kaschnitz (= Autorenbücher; Bd. 40). C. H. Beck / Edition Text und Kritik, München 1984, ISBN 3-406-30145-2
Johanna Christiane Reichardt: Zeitgenossin. Marie Luise Kaschnitz. Eine Monographie. Lang, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-8204-5247-8 (zugleich Dissertation, Universität Frankfurt am Main 1984)
Uwe Schweikert: Marie Luise Kaschnitz. (= Suhrkamp-Taschenbuch; Materialien; Bd. 2047). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-518-38547-X
Interpretationen zu Marie Luise Kaschnitz. Erzählungen. (= Interpretationen zum Deutschunterricht). Oldenbourg, München 1969
Untersuchungen zu Einzelfragen [Bearbeiten]
Jan Badewien, Hansgeorg Schmidt-Bergmann (Hrsg.): Marie Luise Kaschnitz. Eine sensible Zeitgenossin. (= Herrenalber Forum; Bd. 30). Evangelischer Presseverband für Baden, Karlsruhe 2002, ISBN 3-87210-130-7 (Sammlung von Beiträgen zu einer Tagung in Bad Herrenalb 2001)
Anita Baus: Standortbestimmung als Prozess. Eine Untersuchung zur Prosa von Marie Luise Kaschnitz. Bouvier, Bonn 1974, ISBN 3-416-00885-5 (zugleich Dissertation, Universität Saarbrücken 1971)
Petra Huber-Sauter: Das Ich in der autobiographischen Prosa von Marie Luise Kaschnitz. Dissertation, Universität Stuttgart 2004 (Volltext)
Johannes Østbø: Wirklichkeit als Herausforderung des Wortes. Engagement, poetologische Reflexion und dichterische Kommunikation bei Marie Luise Kaschnitz. (= Osloer Beiträge zur Germanistik; Bd. 17). Lang, Frankfurt am Main u. a. 1996, ISBN 3-631-48215-9
Heide Rohse: TrauernErinnernErzählen. Marie Luise Kaschnitz' GeschichteAdam und Evaund die biblische Geschichte Erzählung von Paradies und Vertreibung. In: Freiburger literaturpsychologische Gespräche. Jahrbuch für Psychoanalyse und Literatur. Bd. 22: Trauer. Hrsg. von Wolfram Mauser und Joachim Pfeiffer. Königshausen & Neumann, Würzburg 2003, S. 227-239, ISBN 3-8260-2529-6
Nikola Roßbach: „Jedes Kind ein Christkind, jedes Kind ein Mörder“. Kind- und Kindheitsmotivik im Werk von Marie-Luise Kaschnitz. Francke, Tübingen u. a. 1999, ISBN 3-7720-2744-X (zugleich Dissertation, RWTH Aachen 1997)
Adelheid Strack-Richter: Öffentliches und privates Engagement. Die Lyrik von Marie Luise Kaschnitz. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1979, ISBN 3-8204-6545-6 (zugleich Dissertation, University of Waterloo, Ontario)
Ulrike Suhr: Poesie als Sprache des Glaubens. Eine theologische Untersuchung des literarischen Werkes von Marie Luise Kaschnitz. (= Praktische Theologie heute; Bd. 8). Kolhhammer, Stuttgart u. a. 1992, ISBN 3-17-012008-5 (zugleich Dissertation, Universität Hamburg 1990)
Helga Vetter: Ichsuche. Die Tagebuchprosa von Marie Luise Kaschnitz. M und P Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 3-476-45053-8 (zugleich Dissertation, Universität Hannover 1994)
Weblinks [Bearbeiten]
Wikiquote: Marie Luise Kaschnitz – Zitate
Literatur von und über Marie Luise Kaschnitz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Marie Luise Kaschnitz • PICA-Datensatz • Apper-Personensuche)
Biographie
Website der Stadt Frankfurt am Main zum 100. Geburtstag von Marie Luise Kaschnitz
ub.fu-berlin.de Linksammlung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin
Marie Luise Kaschnitz in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
Materialien zu Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?
Marie Luise Kaschnitz. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL).
Personendaten
NAME Kaschnitz, Marie Luise
ALTERNATIVNAMEN Kaschnitz-Weinberg, Marie Luise Freifrau von
KURZBESCHREIBUNG deutsche Lyrikerin und Autorin von Erzählungen
GEBURTSDATUM 31. Januar 1901
GEBURTSORT Karlsruhe
STERBEDATUM 10. Oktober 1974
STERBEORT Rom

Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Marie_Luise_Kaschnitz“
Kategorien: Frau | Deutscher | Literatur (Deutsch) | Literatur (20. Jahrhundert) | Person (Frankfurt am Main) | Roman, Epik | Erzählung | Lyrik | Essay | Hörspielautor | Geboren 1901 | Gestorben 1974 | Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse) | Autor

Einige zufällige Stichwörter

essoziation
Erstellt am 18.4. 2001 um 02:52:20 Uhr von widerstandAG, enthält 15 Texte

Hobbykoch
Erstellt am 18.7. 2001 um 19:55:19 Uhr von Nils the Dark Elf, enthält 22 Texte

sinnbild
Erstellt am 11.6. 2002 um 01:16:56 Uhr von das Bing!, enthält 8 Texte

Automatisierung
Erstellt am 22.12. 2001 um 23:37:42 Uhr von Henry Helm, enthält 7 Texte

kursiv
Erstellt am 16.6. 2005 um 22:58:29 Uhr von Hans*im*Glück, enthält 4 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,4598 Sek.
E-Mails sammelnde Stinke-Spammer: Fresst das! | Tolle E-Mail-Adressen