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Am menschenverlassenen »Platz-des-himmlischen-Friedens« an der alten Tingeiche mitten im Wald am Tiefmoor bei Burgstall, wo 1944 3 SS-Panzer versunken sind, von denen noch 2 dort zu finden sind, habe ich gestern mit einem Bastardschwert und einer Wuchtstange ein bischen Eindruck-schinden geübt und dabei ein paar Bäume gefällt ... das Schwert ist der absolute Hammer, es ist zwar nicht richtig gewichtet, weswegen mir momentan vor Muskelkater fast der Unterarm abfällt, aber damit eine vor'm Zopf zu kriegen, dürfte echt böse sein, ich mein' ja nur, wenn ich damit mit nur einem (zugegebenermaßen korrekt geführten im Knie federnden) Rundumschlag eine gesunde junge Linde fällen kann (das ist übrigens Wildroderei und verboten, Kinder) ... so, und mit der Wuchtstange sollte mir auch niemand begegnen, mein Mann H. hat mich wieder ein paar Maßnahmen gelehrt, bspw. wie ich mit der Stange seinen Schwertangriff abwehren kann oder wie ich mit einem punktuellen Stoß Vorderschädel und Kehlkopf zertrümmern kann, ohne das ich dabei von 2 Gegner angetastet werden kann, schließlich wiegt das Teil 30 Kilogramm und macht mächtigen Rabatz. Diese ganzen Trainingseinheiten kann ich nur jedem empfehlen, denn dem geht eine Art »warm machen« voran mit Atemübungen, Schattenboxen und ein paar Shaolin-Tigerklauengriffen und dann erst geht's zur Sache ... nebenbei bemerkt, hat mich mein Mann H. auch darauf angeschärft, mir zusätzlich ein Florett oder wenigstens Degen (ein Katana leg' ich mir auf jedensten aller Fälle zu) zuzulegen, als er mir erklärt hat, wie in sogenannten »schlagenden« Burschenschaften bei Konflikten zwischen Mitgliedern ein Rundhieb von oben nach unten durchgeführt worden ist, nachdem die Streitenden mit ausgehaltenem Degen oder noch besser leichtem Florett den Abstand bestimmt haben. Sodann wurde von jedem ein kreisförmiger Hieb über Kopf nach unten ausgeführt, wobei der bekannte »Schmiss« im Gesicht des Duellanten entstanden ist, ein bischen in die Haut geritzt ...
... ich brauch' unbedingt ein Katana, jetzt!!
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