schnitzel
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Ich mag Schnitzel . Ich bin sozusagen ein echter Schnitzelfreund . Das ging sogar soweit , dass ich einmal zu meiner Freundin »Schnitzel« sagte ,
ganz lieb , als Kosename .
Mittlerweile bin ich wieder Single .
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| Der erste Text | am 31.1. 2000 um 21:01:25 Uhr schrieb Metzgervereinigung über schnitzel |
| Der neuste Text | am 5.8. 2024 um 11:50:04 Uhr schrieb gerhard über schnitzel |
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am 18.11. 2004 um 16:24:06 Uhr schrieb
am 26.10. 2020 um 07:00:44 Uhr schrieb
am 21.4. 2015 um 08:40:35 Uhr schrieb |
Ich mag Schnitzel . Ich bin sozusagen ein echter Schnitzelfreund . Das ging sogar soweit , dass ich einmal zu meiner Freundin »Schnitzel« sagte ,
ganz lieb , als Kosename .
Mittlerweile bin ich wieder Single .
Es gibt nur ein einziges Schnitzel, daß ich alle paar Jahre mal sehr gerne esse. Meist kündigt sich dieses Mahl schon wochenlang im Voraus an. Ich ertappe mich, im Supermarkt an der Tiefkühltruhle immer längere Zeit auf die Packungen mit den gefrohrenen Schweineschnitzeln zu starren, im Kühlregal gibt es ja auch solche Packungen und Schnitzelbrötchen gibt es beim Metzger und an den Bäckereiverkaufsstellen, recht anmutig mit Salat, Sossen und Gemüsen angerichtet. Dann weiß ich, es ist mal wieder soweit. Manchmal bedarf es dann tagelanger intensiver Recherchen online und offline, um ein geeignetes Restaurant zu finden, das mein Schnitzel auch anbietet: das richtige, »originale« Wiener Schnitzel, aus Kalbfleisch, mit warmem Kartoffelsalat. Man sollte auch bereit sein, mir eine großzügige Portion Preisselbeermarmelade dazu zu servieren - den Aufpreis zahle ich gerne ! Welch eine Wonne, welch eine Wollust - ein richtiges Wiener Schnitzel mit allem avec und drum und drann. Und dazu einen leichten Weisswein mit angenehmer Säure, nicht zu kalt serviert, und wenn es hinterher noch einen Marillenbrand gibt, dann ist der Gipfel weltlicher Glückseeligkeit erreicht. Und dann ist aber auch wieder gut für den Rest der Legistlaturperiode - das nächste Schnitzel gibts dann wieder in 3-4 Jahren oder so.
Erfreulich, daß sich seit einiger Zeit das echte Wiener Schnitzel - aus Kalbfleisch, mit reichlich Zitrone und Kartoffelsalat serviert - wieder einen Platz auf besseren Speisekarten zurückerobert hat; war doch das Schweineschnitzel »Wiener Art«, unter Fernfahrern auch als »SchniPoSa« (Schnitzel, Pommes & Salat) bekannt, ein unrühmlicher Ausweis deutscher Unkultur bei Tisch.
In Freiburg gibt es ein Lokal, da geht's echt zur Sache. In der Nähe des Hauptbahnhofs. - Ja, wie? Freiburg? Ja, Freiburg - die Öko-Stadt! Ja - natürlich gibt's da viele Grüne und Ökos und Pulloverstricker - jetzt lasst mich mal ausreden! Also: da - was? Freiburg? Öko-Strom? Ist mir egal. Vauban? Klar. Ich weiß... Nee, lass mal. Ich geh' mal vorglühn. - Da beim Bahnhof gibt's ein Lokal. Gediegen. Ich ließ das Schnitzel zurückgehen - es war trocken. Der Mann mit der Schürze nimmt das Schnitzel in die Hand, schmeißt es in die Küche und brüllt: »Des könnta selber frässe!«
Ich bin gerne in Freiburg.
als Schmetterling aufgeschnitten, flach- und weichgeklopft, gesalzen und gepfeffert, in Mehl und aufgeschlagenem Ei gewendet und mit Semmelbröseln paniert, dann in einer großen Pfanne mit so viel Fett oder Öl daß es fast schwimmt bei nicht zu viel Hitze (so daß es gemütlich schmurgelt, kein scharfes Zischen) goldgelb gebraten.
Ein Wiener Schnitzel muss in Deutschland laut Gesetz aus zwei panierten Kalbsschnitzeln bestehen.
Alles Andere darf hierzulande nur als Schnitzel 'Wiener Art' bezeichnet werden.
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