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Als ich die Tür öffne, bin ich doch recht erstaunt. Ich habe mir diese 45jährige Versicherungsvertreterin namens Klein, die extra aus der Münchner Innenstadt hergekommen ist, hässlicher vorgestellt. Wie eine graue Maus eben. Aber die Policendame ist genau das Gegenteil – eine barocke Business-Tante!
In Sekunden inspiziere ich ihren beleibten Körper von oben bis unten. Mir fallen sofort ihre mächtige Oberweite sowie ihr einladendes, breites Gesäß ins Auge. Die reife Dame hat meine erforschenden Blicke bemerkt, bevor sie mich geziert begrüßt.
Ich erwidere ihre Begrüßung übertrieben freundlich. Mit einem aufreizend weiblichen Gang betritt Frau Klein meine Wohnung, setzt sich direkt aufs Sofa und steckt sich sofort eine Zigarette an. Ich habe gerade noch Zeit, ihr einen Aschenbecher zu reichen. Qualmend packt die ihre Aktentasche aus. Sie trägt gepflegtes, hochgestecktes, dunkelrotes Haar und eine strenge, dunkle Hornbrille. Unter dem eng anliegenden, schwarzen Business-Kostüm zeichnen sich mehrere Rettungsringe ab, die dicken Waden werden von schwarzen züchtig Nylonstrümpfen bedeckt.
Eine echte Dame, diese Frau Klein: es würde zu ihrem Auftritt passen, wenn sie Korsett, Hüfthalter und Strapse trägt.
Doch dann steigt mir dieser Geruch in die Nase.
Ich beginne zu schwitzen. Riecht sie es selbst? Sie steckt sich schon die nächste Zigarette an.
Auf einmal dieser Duft: etwas penetrant - zugleich doch erregend. Erinnert mich sofort an Zuhause … an diesen gewissen Tagen.
Es kann nur der Unterleib von Hannah Klein sein. Vielleicht täusche ich mich ... es wäre selbstverständlich besser, wenn ich die Ursache des Geruchs finden würde.
Doch - hier stinkt es, eindeutig! Was für eine läufige Hündin sitzt mir hier gegenüber; ich kann ihre Erregung auf zwei Meter Abstand riechen! Und der Geruch: er wird immer penetranter.
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