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Was ist krank, was ist gesund, wer entscheidet das? Man selbst? Das geht durchaus öfters schief. Ein echter Freund bist Du, wirklich. Vor einem Jahr war es noch genau Dein Vorschlag, ja sogar Dein Drängen, aber da gings dann nur um meine Verarschung, oder? Und jetzt wo Du mit dem Gedanken spielst ...., da dann nicht, weil das macht sich nicht so gut, oder wie ist das gemeint? Ich halte es ohnehin für unwahrscheinlicher als zuvor, und wenn es nicht sein soll ... Amor fati, nicht wahr! Und angefangen habt doch sowieso IHR. IHR habt mich das erste mal auf diese verdammte Schiene gestoßen, mit aller Gewalt, und seitdem bin ich da NIE wieder runtergekommen. Und IHR wart nicht in der Lage, es in dem Maße zurückzunehmen, wie es für mich notwendig gewesen wäre. Es ist wie ein verdammter Fluch für mein Leben geworden. Klar, schon in den antiken Stücken habe ich mich immer gefragt, warum die Betroffenen sich nicht von ihrem Fluch befreien konnten, warum sie unentrinnbar hineinliefen, obwohl es doch nicht sein musste. Und einer meiner Gedanken dabei war: weil sie immer weg liefen, und beim Weglaufen eben gerade drum hinein liefen. Und das ist mein Grund nun zu sagen »vielleicht bin ich einfach immer zu viel weggelaufen, gerade vor diesem Begriff, und bin gerade deswegen immer tiefer hinein geraten«. Nun will ich aufhören zu laufen. Ich will da zu jemanden hingehen, und der soll es auseinander nehmen, und mit mir wieder zusammen setzen, und dann will ich endlich frei sein davon, oder eben mich mit dem konfrontieren, was da ist. Ich finde mich logisch, und Du hast mich viel zu oft in die falsche Schublade gesteckt, als dass Dein emotionales Fragen zu sehr Gewicht hätte.
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