Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 13, davon 13 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 6 positiv bewertete (46,15%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 10.6. 2011 um 15:00:27 Uhr schrieb
gerichteter Graf über Aristotelismus
Der neuste Text am 11.12. 2017 um 23:54:38 Uhr schrieb
Christine über Aristotelismus
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 5)

am 11.12. 2017 um 23:54:38 Uhr schrieb
Christine über Aristotelismus

am 12.6. 2011 um 21:39:19 Uhr schrieb
gerichteter Graf über Aristotelismus

am 24.3. 2015 um 22:58:18 Uhr schrieb
Garfield über Aristotelismus

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Aristotelismus«

Die Leiche schrieb am 11.6. 2011 um 07:19:47 Uhr zu

Aristotelismus

Bewertung: 1 Punkt(e)

Eine Art der Kathegorisierung von Geschichtsphilosophie ist die Unterscheidung von platonischer und aristotelischer Geschichtsauffassung.

Nach Platon strebt die Geschichte zu einem Ende, an dem ein Paradisischer Zustand eintritt, eine Art weltweitem, ja universalen Kommunismus, einer unumschränkten Herrschaft der Vernunft. Ein Gebot der Vernunft ist es daher nach dieser Aufasssung, an der Herstellung dieses Zustandes und am Suchen nach dem Weg dorthin nach Kräften mitzuarbeiten, ja sich, soweit erforderlich dafür aufzuopfern.

Nach Aristoteles gibt es kein Ende der Geschichte, sondern einen ewigen Kreislauf sich abwechselnder Regierungsformen von Monarchie, Aristokratie und Demokratie in ständig wechsenden Einheiten. Ein perpetuum mobilie, ein blutiges Mühlrad, das Menschen frißt um doch nur beständig auf der Stelle zu treten. Eine unzweifelbar pessimistische Auffassung, aus der das Gebot der Vernunft entfließt, sich nicht von Schönrednern irre machen zu lassen, sondern sich dieser Blut- und Knochenmühle um jeden Preis zu entziehen.

Die Leiche schrieb am 11.6. 2011 um 07:55:54 Uhr zu

Aristotelismus

Bewertung: 1 Punkt(e)

Die Annahme einer ewigen, radgleichen Widerkehr von Monarchie, Aristokratie und Demokratie unter blutigen Revolutionen, Kriegen und Bürgerkriegen wirft die Frage auf, wie man sich dieser etwigen Quälerei und permanenten Gemetzel am sinnvollsten entzieht. Offener Widerstand ist völlig zwecklos - dieser würde lediglich instrumentalisiert werden von denjenigen, die sich an die Stelle der alten Eliten setzen wollen. Die wohl sinnvollste Weise, sich »der Politik« und »dem Staat« zu entziehen, liegt zunächst in radikaler Einschränkung der eigenen materiellen Existenz, was wiederum voraussetzt, überhaupt zu ermitteln, was für ein angenehmes Leben eigentlich erforderlich ist. Über diese Basiselemente hinaus empfiehlt es sich, unfähig zu sein - am sichersten durch Krankheit.

Die Leiche schrieb am 12.6. 2011 um 08:11:42 Uhr zu

Aristotelismus

Bewertung: 1 Punkt(e)

Folgt man der aristotelischen These der ewigen Abwechslung der Regierungsformen - dann liegt der Schluß zwingend auf der Hand, daß es keine ideale Regierungsform gibt, keine, die von Dauer ist, keine, die den Menschen schützen könnte - wie ja jede Regierung stets für sich in Anspruch nimmt. Folglich gibt es keinerlei Regierung, die legitim wäre, aus »gutem Grund« Gehorsam verlangen könnte - während das Gegenteil vernunftsmässig legitimiert ist: das Erschleichen staatlicher Leistungen, Steuerhinterziehung, Enziehung vom »Wehrdienst« und dergleichen mehr. Die Aristotelische Geschichtsauffassung kann daher mit Fug und Recht eine Subversive genannt werden.

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