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Die junge Polizeiwachtmeisterin Tina ist in ihrem
Revier unterwegs,als sie Hilferufe und leises
Weinen hört. Im Auwald kauert unter einem Baum
ein Mädchen. Der Oberkörper ist entblößt,zwischen
den Beinen ist Blut zu sehen. Die erschrockene
Tina fragt,was geschehen ist. Das Mädchen rudert
mit den Armen:»Wer sind Sie?« Die Polizistin merkt
sofort,daß das Mädchen blind ist. "Wer bist du,
und was ist dir passiert?» «Äh, Sonja Berger,zwei,
äh,Männer haben mich sehr geschlagen und..."
Sonja deutet auf ihre Scheide. "Oh,du brauchst
nichts zu sagen,Nicken genügt. Ich bin Polizeiwachtmeisterin Tina Blau,aber Tina und
Du genügt. Bist du(das fragt sie ganz leise)vergewaltigt worden?» «Ja!" Sonja beginnt
zu weinen. Die Polizistin hilft ihr,aufzustehen
und sich anzuziehen. Dann nimmt sie Sonja an der
Hand und bringt sie zur nächsten Straßenbahnhaltestelle:"Vorsicht,da sind ein paar
Stufen!" Sonja klettert in die Straßenbahn,2
Plätze sind frei. Eine Schaffnerin kommt und
bittet um die Fahrscheine,die Tina gekauft hat.
Auch sie bemerkt,dass das Mädchen nicht sehen
kann.
Drei Haltestellen weiter hilft Tina Sonja aus
dem Fahrzeug heraus:"Da ist schon das Krankenhaus.
Eine sehr liebe Ärztin wird sich gut um dich
kümmern."
Die beiden gehen in die Ordination der sehr
freundlichen Dr.Kathy Klug. Die röngt Sonja und
untersucht sie behutsam -und gibt ihr einen Einlauf:"Nicht,dass du durch die...ungewollt
schwanger wirst!"
Sonja kriegt Mullbinden,Pflaster,Salbe und Jod.
Sie hat ja die Täter leider nicht sehen können,
aber sie sagt,daß sie sich an die Stimmen erinnert.
Tina steigt auf dem PC der Ärztin ins Polizeiprogramm ein und sucht nach einem ähnlichen
Fall wie dem,den Sonja erlebt hat.
"Oh,da sind die Fotos von 2 Männern,die vor kurzem
eine Frau...haben.Ich beschreib sie mal."
Das Mädchen hört gespannt zu: "Oh,ich glaub,die
waren`s."
Die Ärztin ruft Sonjas Eltern an,die grad in den
Alpen auf Urlaub sind. Die Mama des Mädchens weint,der Papa bittet,mit »seinem Schatz«zu sprechen:"Sonja,Liebling,Mama und ich werden
morgen kommen!"
Sonja kommt in ein Krankenzimmer,vorher gibt
es in der Kantine Essen für sie.
Ab nun führt die Ärztin eine Gesprächstherapie
durch,die Eltern kommen und auch Tina jeden
Tag. Bald ist sie für Sonja wie eine Freundin
geworden.
Die Täter werden aufgespürt,es gibt einen Strafprozeß,und Sonja und Tina sind(natürlich)
die Hauptzeuginnen.
Beide Verbrecher bekennen sich(leider)»Nicht schuldig«-und bekommen je 20 Jahre Gefängnis.
Tina bleibt mit der ganzen kleinen Familie
befreundet, und einige Jahre später bekommt
Sonja zu ihrer Freude einen lieben Freund,der/den
sie heiratet -und den es nicht stört,daß sie
blind ist:"Hauptsache,du siehst mit dem Herzen-
und das ist ein großes und liebevolles Herz."
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