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solarschule schrieb am 13.2. 2003 um 03:22:09 Uhr über

Krieg

Ja. Der zweite Teil, »La R6sistance rL&volutionaire«,ist

übrigens ein Paradox: für mich gibt es keine Revolution mehr, außer im Widerstand.

Das bedeutet, wieder anzuknüpfen an die Logik der Unterbrechung, der Bremswirkung. Läßt sich gar nichts von der Beschleunigung erwarten?

Damals hat sich ein Unfall, ein Zufall ereignet: ich las einen Satz von Kipling: »Das erste Opfer des Krieges i die Wahrheit«. Das erste Opfer der Geschwindigkeit alsst Krieg ist die Wahrheit. PlÖtzlich habe ich verstanden, daß die Bedeutung der Geschwindigkeit im Phänomen des Kriegs auch ein Phänomen der Sicht der Weit ist, und zwar im engeren Sinn: das Fernsehen ist ein Geschwindigkeitsphänomen, eine Sicht, die aus Geschwindigkeit resultiert. Das hat mich dazu gebracht, mich mehr und mehr für den Film zu interessi

eren. Im Moment bereite ich für die Cahiers du cin,9ma ein Buch Über "Krieg un

Film" vor18; darin d

will ich aufzeigen, wie nahe beieinan-
der das Wesen des Kriegs und das Wesen des Films lie-
gen.

Der Film ist die Fortsetzung des Kriegs mit anderen Mitteln.

Nicht zufällig ist die Kamera vorweggenommen worden vom chronophotographischen Gewehr Mareys und vom Maschinen-Gewehr Gatlings, dem Gatling-Gun, das sich selbst wieder vom Trommelrevolver, Colt herleitet. Mit diesen Dingen beginnt der Krieg. Im Moment beschäftigen mich daher eher Phänomene die mit Geschwindigkeit und Repräsentation zu tun habe@-, auf welche Weise setzt sich der Krieg - über das Audiovisuelle, die Presse,die Medien - in einer »Erregungs-Macht« fort?

Die Erregungs-M,7cht, wir haben es weiter oben gesehen, ist der Einfluß, der Anschlag der Geschwindigkeit auf die Sinne, die emotionale Verlängerung der dromologischen 'Bewegungs-Macht".

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Ich kam von der Bewegungsmacht auf die Erregungs macht über die Sicht, die man von der Welt hat. Dam ist gemeint, daß es neben der Lichtgeschwindigkeit uns bekannt ist, denn sie organisiert die Sicht auf d Welt - ein Licht der Geschwindigkeit gibt.

Das Aufregende an der Geschwindigkeit ist, daß si nem etwas zu sehen gibt.

in der Reiativitätstheorie betrachtet man die Lichtge schwindigkeit als universelle Gegebenheit, die nicht schritten werden kann: 300.000 Kilometer pro Sekun Mir scheint, daß diese Lichtgeschwindigkeit zugleich auch Licht der Geschwindigkeit ist.Jede Geschwindi keit wirft auf etwas Licht.Die geringe Geschwindigk dereisenbahn zur ZeitVictor Hugos,dierelativhoheGe schwindigkeit der Concorde oder die sehr hohe Geschwi keit der Fernsehübertragung sind elektronisches oder t modynamisches Licht - thermodynamisches Lich im Falle Eisenbahn, Licht der Triebstrahlwerke bei der Conco und elektronisches Licht beim Fernsehen. Befindet m sich in einem »Jet« oder einem Zug, so sieht man die in einem anderen Licht. Das ist keine Frage der Lic quelle, sondern eine Frage des Bezugs zur Welt, der Weit-Anschauung. Die überflogene Welt ist eine Welt, von der Geschwindigkeit produziert wird. Sie ist ein Repräsentation, eine Vorstellung. Man findet hier de Pessimismus Schopenhauers wieder, die Welt als Vors lung, doch nunmehr als Vorstellung der Geschwindig keit.

Und diese Weit, von der Geschwindigkeit hervorgebr is t Film.

Die Welt wird zum Film. Diesen Geschwindigkeitseffek diese Auswirkung der Geschwindigkeit auf die Landschaft, habe ich Dromoskopie im engeren Sinne gena Man spricht von Stroboskopie, das heißt vom strobos pischen Phänomen, das von einer Energie und einem hältnis des Blicks zum Objekt induziert wird. Es best



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