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Katrin, die Nachbarin, lädt mich gelegentlich zum Kaffee ein. Gestern, Sonntag, klingelt Tim und bittet mich hinüber.
Tim trägt eine Djellaba, so nennt man diese Nachthemden. An den Füßen filzige schwarze Strümpfe.
Übrigens heißt Tim eigentlich Timur. Der Ex von Katrin stammt aus der Gegend irgendwo zwischen Türkei und Mongolei. Und Jonas ist mein Nachname.
Bin ganz sicher, dass Tim unter der Djallaba nackt ist.
Ja, ist so. Wir sitzen beieinander auf dem Sofa. Auf dem Tisch verschiedene Süßigkeiten, so klebrige Sachen, mit Puderzucker überstreut. Der Kaffee ist zum Glück einheimischer Dallmayr Prodomo.
Irgendwann legt Tim eine Hand auf meinen Schoß und
sagt stolz zu seiner Mama: o, er liebt mich!
Katrin steht auf, setzt sich an den Esstisch, mit Rücken zu uns.
Ich stelle nicht nur fest, dass Tim unter der Djellaba nackt ist. Da ist ein Poloch, das sich mir weit öffnet.
Mir ist das unangenehm. Ich will einen Widerstand spüren. Ihn nach und nach überwinden.
Ich will nicht kritisieren. Sage vielmehr überrascht: o, da ist ja alles bereit! und Tim sagt: ich liebe dich nämlich auch!
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