Tractatus
Bewertung: 3 Punkt(e)Später, gegen Ende seines Lebens hat Wittgenstein aber doch versucht, über das zu reden, worüber man eigentlich schweigen sollte (»Über Gewißheit«).
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 8, davon 8 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 5 positiv bewertete (62,50%) |
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| Durchschnittliche Bewertung | 1,500 Punkte, 3 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 23.11. 2001 um 20:21:40 Uhr schrieb Veela über Tractatus |
| Der neuste Text | am 31.3. 2026 um 13:27:44 Uhr schrieb Pasolini über Tractatus |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 3) |
am 12.3. 2008 um 09:06:45 Uhr schrieb
am 9.9. 2024 um 19:59:50 Uhr schrieb
am 31.3. 2026 um 13:27:44 Uhr schrieb |
Später, gegen Ende seines Lebens hat Wittgenstein aber doch versucht, über das zu reden, worüber man eigentlich schweigen sollte (»Über Gewißheit«).
Der Clou von Wittgensteins Tractatus ist nicht, daß die Sprache Wirklichkeit abbildet und das Sprechen über alles Mystische unsinnig ist. Der Clou ist, daß es das Mystische gibt: Es zeigt sich. Man kann nur nicht darüber sprechen, man muß es einfach hinnehmen, ist nicht in der Lage, etwas zu ändern. Worüber man nicht reden kann, darüber muß man schweigen.
Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt, sagt Wittgenstein - aber das gilt nur, solange sich mein Denken innerhalb der Sprache bewegt. Wenn ich den Punkt erreiche, wo sich mein Denken nicht mehr in Form von Sprache ausdrückt, kann ich auch die Grenzen dieser Welt sprengen, wobei Zustände entstehen, welche sich nur noch als mystisch bezeichnen lassen, und Gedankenformen lassen sich nur noch in Bildern und Metaphern ausdrücken, die jedoch niemand wirklich verstehen kann, der nicht selbst schon einmal an diesem Punkt gewesen ist.
Wer die Erfahrung noch nicht gemacht hat, kann durch derlei Metaphern leicht verwirrt werden, was vielleicht der Grund ist, warum man laut Wittgenstein darüber schweigen muß, worüber man nicht reden kann. Das Unfaßbare in Worte kleiden zu wollen, sperrt das Formlose wieder in eine Form ein und führt erneut ins Gefängnis der Sprache mit ihren starren Denkstrukturen.
Oha! Folgendes fand ich, in Form von Schreibmaschinenbedruckten Din-A 5(!!!) Seiten, auf dem Dachboden meines Großonkels in Hamburg-Hamm:
(Ausschnitt)
"1.0
Wenn einer eine Reise tut, dann begibt er sich in Gefahr
1.1
Die Gefahren der Reise sind Tatsachen
1.1.1
Die Tatsachen, Taschendiebstahl, Mord, Autodiebstahl, machen zusammen die Welt aus.
1.1.1.2. Tatsachen und Anlässe sind der Anlass zum Umkommen
1.1.2
Tatsachen sind immer notwendig Gefahr
1.1.2.1.
Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um."
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