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diese Dinge sind beängstigend weil sie mitreißend sind. Takt zum ersten Male mit sich unter die Arme greifenden alten Leuten als Elfjähriger in einem verqualmten Turnsaal mit langen Kaffee und Kuchen Tischen zu erleben, komm junge, schaukel mal mit, ist nicht schwer, und sie reißen dich mit und vertrauen hast du keins, immer noch der Reflex, nicht ganz fallen lassen, wohin auch, in die schweissige Alte oder den muffigen Alten neben mir froh wenn ich den Auftritt hinter mir habe, schon der Gang vom Bühnenrand bis zur Mitte der Bühne wo schräg das Klavier stand, man sah mich im Profil und ich sah im profil die Leute ewig murmeln, wirklich Ruhe kehrte da nie ein, und alleine der Gang vom Rand der Bühne, diese zehn zwölf Schritte, die waren sowas von wackelig und gar nicht im Takt, ich ging wie auf eiern unfähig geradeaus auf ein Ziel loszulaufen, mich zu verbeugen, so ganz und gar ohne Spannung und Dynamik, mein Gang, und ich war zuvor ein eher sportliches Kind. Nur einfach normal zehn Schritte geradeauslaufen, das ging nicht. Da wackelte ich enorm. Und Dann saß ich da. Vor dem Klavier. Mit den Noten eines Impromptus. Und meine Augen waren voller Tränen und ich sah die Noten und die Tasten verschwommen. Und hörte ein Gemurmel im Publikum ob er denn nun anfange der junge Mann. Und ich wußte nicht mehr wo die Noten oder die erste anzuschlagnende taste war. Und doch hab ich dann einen Klumpatsch zusammengespilet der irgendwie mit dem Gefühl b egleitet war, ihr habt es echt nicht besser verdient, mit eurerm blöden gemumel mitten im Stück, ihr hört ja gar nichtb zu, Den Jungen gucken wie er sich müht. Das ist euer Lohn. Nicht wie schön er spielt. Und Takt, oder gar von Erlebnis bei Musik, da hat es noch sehr lange gedauert, Takt innerlich zu erleben, von innen heraus eine Dynamik, einen Antrib zu verspüren. die Arbeitstakte der Akkorde sind teilweise zu schnell. die musik ganz entkernt. ganz ohne Glitzereffekt. der Takt, ein seltsames Element. so ungreifbar und so verspürbar.
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