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Und Deiner?? schrieb am 23.6. 2006 um 23:58:56 Uhr über

Beziehung

ich bin der vollen überzeugung, dass sogenannte »mitmenschliche« beziehungen (hier: plural) bereits jetzt einen anachronismus in unseren postindustriellen bzw. postmateriellen konsumstaaten darstellen. beziehungen zu menschen mit menschen von menschen sind obsolet und nicht länger wünschenswert. ich denke, dass ich ohne weiteres mit dieser aussage als avantgardist gelten mag, wahrscheinlich wird man diese meinung negativ bewerten, juckt mich nicht ... fakt ist, dass ich weiß, dass ich damit den trend voraus ahne. was letztlich doch sehr leicht ist, man brauch kein prophet zu sein. im grunde bedeutet dies ein aufatmen für die freiheit des echten, uneingeschränkten individuums. etwas, das bereits ubiquitär propagiert wird (werbung). der mensch, der im begriff ist, sich selbst zu ersetzen - was houellebecq nun ja zu genüge in seinen romanen als phänomen unserer zeit bloßlegte, indessen jedoch bedauerte -, tut aber ein gutes daran. schließlich werden damit, also mit der abschaffung der beziehung des menschen zum menschen die gesamte bandbreite der manipulationsformen aus dem unbehagen des alltagsseins getilgt. ich ahne eine vorform des paradieses voraus, die mittels soft technologies unsere zerrüttete kommunkation, unser krankes miteinander ablösen wird. insgesamt gesehen, ist das ganze zu komplex ... wir könnten genauso gut von einer sich vollziehenden sozialen evolution sprechen. nichts unnatürliches. die 68er waren ja schließlich auch. und progression ist die natur der expansion unseres universum. auch wenn das ein großteil der menschen nicht wahrhaben will. wir steuern nur auf eine oase absoluter freiheit zu, wo nur noch selbsttanz, selbstliebe, verneigung vor dem selbst primär sein werden. ich muß es so ausdrücken: mich interessiert kein einziger mensch der westlichen hemisphäre wirklich. sein tun ist ohnehin schon so derartig individualisiert, so egozentrischer natur, dass er in seiner ganzen art schon nicht mehr fähig zur empathie zu seinesgleichen fähig ist. im gegenteil der mensch des jetzt verletzt durch seine unfähigkeit zur anteilnahme und durch seine angst seine identität durch teilnahme zu verlieren. solange der mensch sich aber in einem übergangsstadium zur beziehungslosigkeit, zur beziehungslosen welt befindet, wird er sich immer mehr dieser verletzungen ausgesetzt fühlen. indessen wird unaufhaltsam diese evolution voranschreiten. bereist in 10 jahren werden ganz andere gesetze, werte und vorstellungen unsere existenz prägen. unantastbarkeit wird als eine der höchsten prämissen und als hochgeschätztes gut eine hauptrolle spielen ...


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