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Worum geht's?
Die bundesweite GATS-Kampagne …
Im Sommer 2002 startete Attac Deutschland gemeinsam mit anderen Gruppen die bundesweite Kampagne gegen das GATS, das Dienstleistungsabkommen der Welthandelsorganisation WTO. Im Zuge der Neuverhandlung des GATS (General Agreement on Trade in Services) sollen sämtliche erdenklichen Sektoren den WTO-Regeln unterworfen werden: Tourismus, Transport, Telekommunikation, Umwelt, Wasser, Energie bis hin zu Gesundheit, Bildung und Kultur. Dies hat zum Teil fatale Konsequenzen für Mensch, Umwelt und Politik. Dagegen zu streiten und das GATS zu stoppen, ist zentrales Ziel von Attac in diesem Jahr.
Vielfältige Aktivitäten sind bereits angelaufen. Eine Postkartenaktion, Briefe an Bundestagsabgeordnete, eine Unterschriftenliste sind nur einige der Beispiele, die auf große Resonanz gestoßen sind. Auch viele Attac-Gruppen führten vor Ort bereits erste Aktionen und Bildungsveranstaltungen durch. Nun gilt es, die Aktivitäten zum GATS vor allem in den Attac-Gruppen zu intensivieren, weiter zu entwickeln und zu vernetzen.
… lebt von den Aktivitäten vor Ort!
Die bundesweite GATS-Kampagne hat es sich zu einer ihrer wichtigsten Aufgabe gemacht, die Kampagne in die Attac-Gruppen zu tragen. Aus diesem Grund finden im Februar und März in Köln, Wiesbaden, Hamburg, Potsdam und Nürnberg GATS-Regionalkonferenzen statt, die folgenden Zielen dienen:
· Integration der Attac Gruppen in die WTO/GATS Kampagne
· Vernetzung und Koordination lokaler und regionaler GATS-Arbeit. Dadurch können aufeinander abgestimmte und strategisch sinnvolle Aktionen entstehen
· die Ausbildung lokaler GATS-MultiplikatorInnen, inhaltliche Vertiefung und Tipps zur Vermittlung des Themas
Zielgruppe dieser Konferenzen sind alle Interessierten, insbesondere aber diejenigen, die sich in diesem Jahr vor Ort an der bundesweiten GATS-Kampagne beteiligen wollen.
»GATS - was ist denn das?« - Die GATS-Kampagne braucht MultiplikatorInnen
Das Thema »GATS« wirft bei den meisten Menschen noch immer viele Fragen auf. Das Dienstleistungsabkommen und seine Auswirkungen wirken auf den ersten Blick so komplex, dass vielen Menschen der Zugang fehlt. Hier wollen die Regionalkonferenzen ansetzen - das GATS soll verstehbar gemacht und in seinen verschiedenen Facetten beleuchtet werden. Die katastrophalen Auswirkungen des GATS auf die Menschen im Norden wie im Süden stehen dabei im Mittelpunkt. Neben der eigenen Weiterbildung möchten wir folgende Fragen bearbeiten: »Wie vermittle ich EinsteigerInnen das Thema GATS?«, »Wie argumentiere ich am lokalen Infostand?« oder »Wie halte ich einen GATS-Vortrag vor Ort?«. Durch die Ausweitung unserer Kompetenzen sollen möglichst viele MultiplikatorInnen gewonnen werden.
»GATS in die Öffentlichkeit bringen!« - Die GATS-Kampagne lebt von den Aktivitäten vor Ort
Aktivitäten vor Ort können nur durch aktive Gruppen organisiert werden. Auf den Regionalkonferenzen nehmen deswegen der Ideen- und Erfahrungsaustausch zu lokalen GATS-Aktivitäten viel Raum ein. Gruppen, die bereits Aktionen durchgeführt haben, berichten von ihren Erfahrungen, professionelle »CampaignerInnen« geben Tipps für Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. Darüber hinaus werden wir analysieren, wo die Schwachstellen in dem bisherigen bundesweiten Konzept liegen, und wie sich Attac Gruppen sinnvoll beteiligen können.
»GATS gemeinsam stoppen!« - Die GATS-Kampagne braucht Vernetzung
In vielen Gegenden Deutschlands, in vielen überregional arbeitenden Gruppen werden bereits zahlreiche GATS-Aktivitäten geplant, die mehrere Regionen oder Themenfelder betreffen. Um zum Beispiel ärgerliche Terminüberschneidungen zu vermeiden oder gemeinsame Werbung zu ermöglichen, ist eine Vernetzung dringend nötig. Auch die Aktivitäten für die bundesweiten dezentralen Aktionstage vom 13. bis 15.3.2003 können durch gemeinsame Planung an Schlagkraft gewinnen.
Programm
(Geringfügige Änderungen des Programmablaufs können nicht ausgeschlossen werden)
· Samstag Vormittag
Vorträge und Workshops zu inhaltlichen Themen (GATS für EinsteigerInnen, GATS und Bildung, GATS und Demokratie, GATS und Entwicklungsländer, GATS und Gesundheit, GATS und Wasser, GATS und Frauen, Privatisierung kommunaler Einrichtungen)
· Samstag Nachmittag
Workshops zur Vorbereitung für die lokale GATS-Arbeit (Entwicklung von Projektideen in den einzelnen Themenbereichen, Straßentheater, Argumentationstraining, Brainstorming zu Aktionsideen und Tipps für lokale Aktionen)
· Samstag Abend
Öffentliche Veranstaltung (z.B. Podiumsdiskussion zum Thema GATS, Kulturveranstaltung - je nach Planung vor Ort)
· Sonntag Vormittag
Planung konkreter Schritte für die Weiterarbeit
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