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Alvar schrieb am 22.3. 2004 um 14:52:03 Uhr über

Schleimbeutelentzündung

Im folgenden geht es im Wesentlichen um:

* Was ist ein Schleimbeutel
* Wie äußert sich eine Schleimbeutelentzündung
* Was kann man gegen eine Schleimbeutelentzündung unternehmen
* Wann Sie zum Arzt müssen
* Vorbeugung


Was ist ein Schleimbeutel?

Die Schleimbeutel sind wie kleine Kissen, die Druck und Reibung verteilen. Sie befinden sich an den Stellen, an denen Muskeln direkt über den Knochen ziehen, bzw. an Gelenken und Sehnen branachbarten Hohlräumen. Sie sind kleine »Beutel«, die mit wenig Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit) gefüllt sind. In der Fachsprache werden Schleimbeutel als »Bursa synovialis« bezeichnet. Synovia ist die Flüssigkeit, die sich auch den Gelenkkapseln befindet. Am häufigsten sind Schleimbeutel in der Nähe vom Ansatz- oder Ursprungsbereich der Muskeln anzutreffen. Innerhalb von Gelenken kommen die Schleimbeutel hingegen nur selten vor. Durch die Schleimbeutel ist ein reibungsfreies Verschieben der Gewebsschichten zwischen Knochen, Sehnen, Gelenken, Muskeln und Bändern möglich.


Wie äußert sich eine Schleimbeutelentzündung

Die Bursitis ist die Entzündung eines Schleimbeutels. Sie entsteht durch Verletzungen, Infektionen oder durch Dauerreizungen, vor allem am Ellbogen- und Kniegelenk. Insbesondere Ringer leiden durch intensive Belastungsformen mit erhöhten Druck- und Reibungskräften oft an Schleimbeutelentzündung.
Als Ursache für solche Schleimbeutelentzündungen kommt am häufigsten eine mechanische Überbelastung oder eine Verletzung in Frage.

Aufgrund ihrer oberflächlichen Lage direkt unter der Haut sind die Schleimbeutel des Kniegelenkes und des Ellenbogens besonders für Infektionen über kleinere Verletzungen gefährdet. Daher sollten insbesondere bei gefährdeten Sportlern wie Ringern auch kleine Hauteinrisse und Hautabschürfungen in der Gegend des Ellenbogens oder des Kniegelenkes desinfiziert und verbunden werden. Die Beschwerden der Schleimbeutelentzündung sind im Anfangsstadium gering. Der Sportler verspürt ein reibendes, brennendes Gefühl im Bereich der Kniescheibe oder des Ellenbogens. Bei fortgesetzter Belastung können dann Schmerzen, Schwellung, Überwärmung und Ergußbildung auftreten.


Was kann man gegen eine Schleimbeutelentzündung unternehmen

Ganz wichtig: die betroffenen Gelenke ruhig stellen. Die auslösende Aktivität sollten Sie sofort einstellen und erst dann wieder aufnehmen, wenn die Entzündung abgeklungen ist.

Ein Kühlung des schmerzenden Schleimbeutels wird meist als angenehm empfunden.

Wenn Sie die Tätigkeit wieder aufnehmen, sind bei den Knien beispielsweise Schutzpolster oder anders konstruierte Laufschuhe sinnvoll. Wenn die Entzündung auf eine sportliche Aktivität zurückzuführen ist, sollten Sie überlegen ob Sie die Technik Ihres Bewegungsablaufs korrigieren können.

Als Medikamente kommen so genannte Nicht-Steroidale Antirheumatika (NSAIR) wie beispielsweise Diclofenac und Ibuprofen in Betracht. Diese können die Entzündungsreaktion hemmen und die Beschwerdedauer verkürzen. Aber vorsicht: als Nebenwirkung können Magen-Darm-Beschwerden auftreten, bei längerer Einnahme auch Magengeschwüre.
Und lassen Sie sich nicht dazu verführen, das betreffende Gelenk wieder zu belasten, nur weil sie keine oder weniger Schmerzen mehr spüren. Eine vorherige Heilung ist wichtig!

Falsch ist auch, das betreffende Gelenk über einen längeren Zeitraum gar nicht mehr zu bewegen: dadurch kann es steif werden. Wichtig ist daher eine behutsame und langsame Bewegung ohne Belastung.

Ist die Entzündung durch eine bakterielle Infektion aufgetreten, kann sie auch durch Einnahme eine Antibiotikums gehemmt werden. Antibiotika sind Medikamente, die bakterien abtöten und deren weitere Ausbreitung verhindern. Aber auch hier sind Nebenwirkungen möglich: allergische Reaktionen, Trockenheit im Mund, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden oder auch Blutbildveränderungen. Hinzu kommt, dass immer mehr Bakterien resistent gegen Antibiotika werden, daher sollte die Antibiotikum-Einnahme nur im Notfall und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.


Wann Sie zum Arzt müssen

Bei starken und/oder anhaltenden Beschwerden sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Fragen Sie ihren Arzt auch, wenn ausgeprägte Rötungen auftreten.

Dieser kann dann auch feststellen, ob es sich tatsächlich um eine Schleimbeutelentzündung oder um einen Tennisellenbogen (Tennisarm) handelt.


Vorbeugung

Zur Vorbeugung helfen alle Maßnahmen, die Überlastung und besonders anhaltenden Druck auf Knien und Ellembogen vermeiden.

Beim Sport gilt: rechtzeitig aufhören!

Beruflich belastete Personenkreise, wie beispielsweise Fliesenleger, sollten unbedingt auf das Tragen von Knie- und Ellenbogenschoner achten. Diese müssen vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden. Sollten trotzdem Beschwerden auftreten, kann eine schwere Entzündung durch einige Tage Schonung sowie Kühlung vermieden werden.

Allgemein hilft bei der Arbeit die Schonung der Auflagepunkte mit Polstern sowie ein möglichst häufiger Haltungswechsel.




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