Riesenfaultier
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Früher waren die meisten Tiere viel größer, aber
das hat sich scheinbar nicht bewährt. Komisch,
daß die Menschheit trotzdem beständig anwächst,
will wohl auch aussterben.
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| Der erste Text | am 9.1. 2004 um 00:02:18 Uhr schrieb Lysander Layon, Lord of Lightning über Riesenfaultier |
| Der neuste Text | am 24.11. 2024 um 16:43:36 Uhr schrieb gerhard über Riesenfaultier |
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am 24.11. 2024 um 16:43:36 Uhr schrieb
am 3.6. 2008 um 11:35:13 Uhr schrieb |
Früher waren die meisten Tiere viel größer, aber
das hat sich scheinbar nicht bewährt. Komisch,
daß die Menschheit trotzdem beständig anwächst,
will wohl auch aussterben.
Von Pornomusik, wie ich sie eigentlich nur von selbstredend in unserem Haushalt nicht existierenden Sebastian–Bleisch–Videos her kenne, betrachteten Konrad und ich heute einen aus der Tierbedarfshandlung mitgebrachten Film, 'Molosser II' betitelt, was, anders als der Titel Unkundige vermuten ließe, keinesfalls ein Sandalenfilm war, vielmehr das Porträt einer Reihe von Hunderassen, die ich allesamt als Dritt–, Übergangs– oder Nachfolgehunde für Ives und Moses ins Kalkül ziehe. Meine besonderen Favoriten wären hierbei die Bordeauxdogge und vor allem der Mastiff, den man sich als einen 90Kilo–Mops vorzustellen hat. Neben der Begierde weckte dieser bemerkenswert dilettantisch gemachte Film, der auch völlig angemessen preislich auf 4 Euro herabgesetzt war, jedoch auch meine Zweifel an der nichtsdestotrotz langfristig feststehenden Entscheidung; zum einen stelle ich mir Mastiffkot als ausgesprochen voluminös vor, zum zweiten mag das schiere Aussehen dieser ausgesprochen friedfertigen Rasse angetan sein, uns neue Feinde in der ohnehin ausgesprochen heterogen gesonnenen Nachbarschaft zu verschaffen, und zum dritten ist die Versuchung, einen Hund von solcher Präsenz 'Kangxi' oder 'Ezra' zu nennen zu groß, als daß ich ihr nicht nachgeben und dies gleichwohl ein halbes Jahr nach Eintrag in die Zuchtrolle bereuen würde. Neunzig Kilo Hund stellen einen Halter zudem vor ungleich andere Probleme, als es ein halsstarriger Mops zu tun pflegt. Die Futterbeschaffungsgänge würden das mehr als fünffache an Aufwand bedeuten, andere HundebesitzerInnen würden auf eine routinemäßige Anogenitalkontrolle Ezras bei ihrem Rehpinscher vermutlich mit Schreikrämpfen und massiertem Einkoten reagieren, und die leichthinnigliche Belegung von Hotels würde ein ungeahntes Hemmnis erfahren. Dennoch bin ich allen Widrigkeiten zum Trotz fest zum Kauf eines Mastiffs entschlossen, da es mir fern aller sodomitischen Neigungen widerstrebt, mein Leben fürderhin nicht mit einem Hund zu teilen, der nicht über das von mir selber anvisierte Wohlfühlgewicht verfügt.
Wenn ich ein zerstreutes Gerippe finde, so kann ich es zusammenlesen und aufstellen; denn hier spricht die ewige Vernunft durch ein Analogon zu mir, und wenn es das Riesenfaultier wäre. --Goethe
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