Verfassung
Bewertung: 2 Punkt(e)Jeder demokratisch regierte Staat braucht eine Verfassung. Auch im Blaster herrscht Demokratie. Aber »Verfassung« gab's bisher noch nicht.
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| Der erste Text | am 22.10. 2001 um 19:05:14 Uhr schrieb basti2@t-online.de über Verfassung |
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am 25.5. 2024 um 13:42:32 Uhr schrieb
am 7.2. 2020 um 13:09:16 Uhr schrieb
am 9.2. 2007 um 10:45:35 Uhr schrieb |
Jeder demokratisch regierte Staat braucht eine Verfassung. Auch im Blaster herrscht Demokratie. Aber »Verfassung« gab's bisher noch nicht.
Frühkonstitutionalismus (1814/15 - 1830)
Die Herrscher mit ihren bürokratischen Beamtenverwaltungen taten alles in ihrer Macht Stehende, um unbequemen Abgeordneten das Leben schwer zu machen.
Darunter lassen sich Wahlmanipulationen, Versammlungsverbote, Pressezensur, Parlamentsauflösungen, Urlaubsverweigerungen für Abgeordnete, Hemmisse durch ein einseitig bevorteilendes Wahlrecht etc. subsumieren.
Ist diese Gängelung auch für die aus den Freiheitskriegen heimkehrende Jugend und so manchen der liberal-bürgerlichen Vorkämpfer eine tiefe Enttäuschung gewesen,...
... so war die Mehrheit der Bevölkerung allein an Ruhe und Frieden interessiert und nicht bereit für eine Erweiterung und Öffnung der parlamentarisch-demokratischen Elemente des Konstitutionalismus den Konflikt mit der Staatsmacht zu wagen.
So entspricht diese Zeit ihrem System und die Staaten mit konstitutionellen Verfassungen waren in ihrer Zeit die moderneren im Vergleich mit denen ohne solch eine Verfassung.
erdbeerbeobachtung
Die Verfassung ist der tatsächliche Zustand der Machtverhältnisse in einer Korporation - regelmässig: einem Staat. Der Ausdruck wird meistens synonom - aber grob falsch - mit dem Verfassungsgesetz verwendet. Dieses Gesetz beschreibt nämlich lediglich, wie diese Machverhältnisse nach der Auffassung ihrer Verfasser (daher der Name »Verfassung«) aussehen sollen, aber wenig, manchmal garnichts darüber, wie diese Verhältnisse tatsächlich beschaffen sind. Aus gutem Grund verzichtet man in Großbritannien, das als einziges europäisches Land auf eine viele Jahrhunderte alte staatsrechtliche Kontinuität verweisen kann, die zudem in den letzten zwei, drei hundert Jahren erstaunlich unblutig verlaufen war, auf jedes Verfassungsgesetz. Das positive Gesetz nämlich stiftet im Gegensatz zu der Propaganda um es herum, keine Ordnung - sondern im Gegenteil es ist Anlass zu manigfaltiger Unordnung und Leid, weil ein Gesetz stets eine Manifestation der Unfreiheit ist, nämlich derjenigen seiner Gegner. Gäbe es nämlich für ein Gesetz keinen Gegner, dann bräuchte man nämlich auch gar keines.
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