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G. Villani VI, 81 setzt dieses berühmte Parlament in die Zeit, da Giordano d'Anglano Tuscien habe verlassen wollen. Das geschah aber erst Ende 1261 oder Anfangs 1262. Die Zeitbestimmung ist also sicher falsch. Denn es kann doch nicht nach dem 25. November 1260 oder gar nach der Stiftung des tuscischen Bundes, Mai 1261, gefallen sein. Da Farinata degli Uberti den Guelfen auf das Aeusserste verhasst war, würde ihre Tradition ihm nicht das Verdienst, Florenz gerettet zu haben, angedichtet haben. Die Thatsache ist also nicht zu bezweifeln. Aber nur im ersten Siegestaumel konnten die Sieger auf eine solche Idee verfallen. Da Empoli auf dem Wege des siegreichen Heeres von Siena nach Florenz liegt und man hier vielleicht abwartete, was die Florentiner thun würden, bin ich geneigt, den Vorgang auf den 10. oder 11. September zu verlegen. Die rhetorischen Berichte verschiedener Humanisten des 15. und 16. Jahrhunderts über dasselbe sind vollkommen werthlos. Auch dem Berichte Savini’s bei Freidhof (II, 5), der durch Urkunden keinerlei Bestätigung erhält, möchte ich keinen Glauben schenken. — Der Einzug der Ghibellinen in Florenz erfolgte sicher den 12. September (gegen Fahrenbruch), da der 16. kein Sonntag ist. In den Gesta Fior, stand ein. Schreibfehler: XVI für XII, den Villani und der Cod. Neapolit. gemeinsam haben. Paolino Pieri hat das richtige Datum. — Ob die Vorgänge bei dem Einzüge der Verbündeten in Florenz sich so abgespielt haben, wie sie Malavolti, Historia di Siena II, 2. Bl. 23 b, erzählt, wird unsicher bleiben. M. folgt fast immer guten Quellen, die wir theilweise nicht mehr besitzen. Seine Urkundenauszüge sind stets zuverlässig. Ist die Erzählung richtig: die in die Stadt Eindringenden wollen nicht an die widerstandslose Unterwerfung glauben und gehen daher sehr vorsichtig vor, die Zurückgebliebenen bitten demüthigst um Schonung der Stadt, so bestätigt sie nur unsere Auffassung der Ereignisse. Die Florentiner hatten wohl von der Absicht gehört, die Stadt zu zerstören.
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