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gerichteter Graf schrieb am 3.10. 2026 um 13:20:41 Uhr über

CivilizationI

CivilizationI war das erste Computerspiel der berühmten Spielreihe von Sid Meier’s Civilization.
Das Spiel ist für heutige Begriffe relativ lahm. Die Grafik ist klar veraltet, der Soundtrack kommt nicht gut rüber. Während Spiele wie Pokémon oder Warcraft eine aktive Szene haben, ist mir das für das Ur-Civ nicht bekannt. Die Fans der Reihe sind eher zu Civilization II (CivilizationII), das ein ganz anderes Entwicklerstudio hatte und sich ehrlich gesagt deutlich unterscheidet.

Es war ein rundenbasiertes Strategiespiel. Viele bezichtigten das Spiel zu ähnlich zu einem gleichnamigen Brettspiel zu sein, welches ich jedoch nie spielte.
Man startet das Spiel, wie auch die der späteren Reihe, indem man eine Spielfigur namens Siedler bewegt. Diese Figur hat einige seltsame »Attaken«. Sie kann Straßen und Mienen bauen, sich natürlich bewegen, später auch Felder anlegen. Das erste, was man tun muss, ist eine Stadt gründen.
In der Stadt werden Rohstoffe abgebaut, Einheiten und Gebäude errichtet; es findet wissenschaftliche Forschung, Handel und Bevölkerungswachstum statt. Irgendwann kann man einen zweiten Siedler bauen...

Die Regierungsformen hatten in diesem Teil ihre eigene Logik. Es gab im Grunde drei »Zweige«:
1. Despotismus, spartanische Barbarengesellschaften
Der Despotismus ist die Regierungsform beim Start des Spiels. In späteren Teilen ist sie extrem negativ und sollte so schnell wie möglich gewechselt werden.
Im ersten Teil hat diese Regierungsform deutlich Nachteile, aber dafür einige Vorteile. Im Despotismus erleidet man hohe Abzüge beim Abbau von Rohstoffen und Einnahme von Welt durch Korruption. Dafür »unterhält« jede Stadt soviele Einheiten wie sie Einwohner hat. Mit anderen Worten, wenn man eine Stadt mit 5 Bevölkerungseinheiten hat, dann kann diese Stadt 5 Einheiten gratis unterhalten.
Unterhält man eine stark expandierende Strategie, die auf dem Besitz vieler Einheiten angewiesen ist, kann diese Regierungsform damit nützlich sein.
2. Monarchie und Kommunismus, der autoritäre Zweig
Kommunismus und Monarchie unterscheiden sich lediglich durch ihre Punktabzüge. Während in der Monarchie die Abzüge an Punkten mit Entfernung zur Hauptstadt steigen, wird dieser Punkteabzug beim Kommunismus über alle Städte gleichermaßen verteilt.
Übrigens ist der Kommunismus damit einmalig. Alle andere Regierungsformen haben Abzüge je weiter eine Stadt von der Hauptstadt entfernt ist.
In dieser Regierungsform gibt es deutlich weniger Abzug als beim Despotismus. Dafür kostet jedoch JEDE Einheit Geld. Dieses Geld muss von der Stadt unterhalten werden. Was bedeutet, dass eine Stadt unter den Unterhaltskosten einer Armee verarmen kann.
3. Demokratie + Republik, der freiheitliche Zweig
Diese Regierungsformen unterscheiden sich im Wesentlichen dadurch, dass durch Handel mehr Geld eingenommen wird.
Dafür bringt das Stationiern von Militäreinheiten außerhalb von Städten noch Unruhe. Sprich, man kann militärische Einheiten nur zur Verteidigung verwenden.
Zudem zwingt einen der Senat immer wieder Frieden auf.
Eine Regierungsform also, die sich nicht zum Kriegsführen eignet.


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