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solarschule schrieb am 19.2. 2003 um 02:43:09 Uhr über

Krieg

den reinen Krieg genannt habe, vollzieht sich nicht mehr in aufeinanderfolgenden Kriegen, sondern nur in einem, der endlos vorbereitet wird. Diese endlose Vorbereitung, dieser Aufschwung der Logistik bedeutet allerdings,daß sich über kurz oder lang die Gesellschaft,d.h. der zivile Konsum, nicht mehr entwickelt.

Die Ära der Abschreckung verwandelt, kurz gesagt,die No7tur des Krieges von Grund auf: die direkte Konfrontation wird ausgespart, aber die Kosten für ihren unbegrenzten Aufschub trägt die zivile Gesellschaft. Doch ist das nicht schon immer der Fall gewesen? Früher wurde die zivile Gesellschaft durch den Krieg restlos geschröpft, heute wird sie durch den Frieden vollständig ausgesaugt. Der Krieg mag wohl seine Natur ändern, diese Tendenz zumindest kehrt sich nicht um.

Krieg zu führen bedeutete in der Vergangenheit einen brutalen Abtausch, eine beträchtliche Erschöpfung, gewiß, doch dies war für die zivile ökonornie relativ unerheblich. Mit der Entstehung der Kriegsökonomie verändert sich das jedoch grundlegend. Die Entwicklung der Abschreckung - nicht nur die strategische Abschreckung im Weitmaßstab der 50er, 60er Jahre, sondern auch die Abschreckung in jedem Bereich der Rüstung der 70er, 80er Jahre - bedeutet auf kurz oder lang einen allgemeinen Stillstand der Entwicklung. Innerhalb der Kriegsökonornie ist das mit dem Null-Wachstum der ökologie vergleichbar. Dem Begriff des ökologischen Null-Wachstums entspricht ein »Öko-logistisches« Null-Wachstum.

Was hei13t öko-logistisch?

Ich verstehe darunter die Entwicklung einer globalen Lagistik: nicht nur einer Logistik der Raketen, der CruiseMissiles, sondern auch die Entwicklung konventioneller Waffen, die angeblich erforderlich werden durch den russischen Gegner - einen Gegner, der Tausende und Abertausende von Panzern herstellt, der seine Seestreitkräfte gewaltig ausbaut und darauf abzielt, die konventionel-

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le und die unkonventionelle Seite des Kriegs zugle entwickeln. Wenn sich die Kriegsökonomie so auswirkt, daß die zivile Gesellschaft in ihrer Entwickl stagniert, so ist davon nicht nur die Dritte Welt b fen, sondern es gilt in der Folge auch für die eur schen Länder mittlerer Stärke. Daher die momenta kussion über die Euro-Missiles. Ober kurz oder la wird dies auch für die Vereinigten Staaten gelten. den Sowjets ganz zu schweigen, denn sie haben si schon seit langem gegen den zivilen Konsum entsc Erinnern wir uns, daß Eisenhower, als er das Wei verließ, seltsamerweise den militärisch-industrielle plex diskreditierte, dem er selbst zum Durchbruc halfen hatte (womöglich weil er gläubig war und s Sünden beichten wollte, bevor er starb). Unmittel darauf entstand die Theorie von Maxwell Taylor üuncertain trumpet, die »flexible Erwiderung«, d.h man neben der strategischen Nuklearrüstung die tionelle Rüstung ausbauen muß. Zur gleichen Zeit das spielt sich nahezu in ein paar Jahren ab - ste ta Chruschtschow den damals verantwortlichen Mil Malinowski bzw. Tschuikow, gegenüber. Er wird a Weg geräumt, weil er den zivilen Konsum in der Ud vorantreiben will, um die Vereinigten Staaten einz Chruschtschow weiß, daß der amerikanische lmper mus nur dann erfolgreich bekämpft werden kann, es den Imperialismus eines sowjetischen "way of li Man kann nicht die Militärgesellschaft weiterentwic und gleichzeitig glauben, der sowjetische Imperiali könnte noch irgendeine Anziehungskraft für künft selischaften besitzen. Chruschtschow will bei der gischen Nuklearrüstung bleiben. Es wird ausreich großen thermonuklearen Träger zu perfektionieren dann die zivile Gesellschaft weiterzuentwickein. Di jetische Militärklasse sagt: nein, das kommt nicht ge. Es wird deutlich, daß die Nicht-Entwicklung f Transpolitische zentral ist.

Marx sprach von einer Verelendung der Arbeiterk sie ist nicht eingetreten, im Gegenteil: das Prolete



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