Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Klopfpeitsche«
Ste schrieb am 4.4. 2011 um 11:46:08 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Auch bei uns lag die Klopfpeitsche sichtbar bereit, damit sie jederzeit in Aktion treten konnte… Die Klopfpeitsche lag in der Küche, die nach hinten hinaus ging und dort wurden wir auch »bestraft«, d.h. deutlicher muss man sagen: ausgepeitscht; denn es war ja eine richtige, schwere Klopfpeitsche mit gepflegten-gesalbten breiten Riemen, ca. 50cm lang. Pflegen mussten wir Kinder sie, immer jeder und jede eine Woche lang. Wehe, wenn die Peitsche nicht sauber gefettet war! Dann sagte der Vater: Ich werde sie geschmeidig machen! Und dann gab's auf den Nackten. Bub oder Mädchen. Das spielte keine Rolle. Wofür gab's die Klopfpeitsche? Für jeden Dreck! …und für jeden Dreck nie unter zwanzig Hiebe. Manchmal griff auch die Mutter zur Klopfpeitsche, obwohl sie eher den grossen Kochlöffel aus Kunststoff mit Loch bevorzugte. Wenn der Vater nach Hause kam, »dann gab er noch seine Meinung dazu«, wie er sagte, d.h. er peitschte einen nochmals. Und ich meine »peitschen«, nicht streicheln: man musste sich bücken, nicht mehr bewegen und er holte weit aus. Dann zischte und klatschte es. Wenn man sich bewegte, wenn man gar aufsprang, wenn man mit den Hände den Arsch schützen wollte, wenn man zu laut schrie, wenn man zu wenig schrie, also eigentlich immer gab's Zusätzliches in alle Ewigkeit, wie es sich so anfühlte!
Pit schrieb am 26.3. 2009 um 10:06:49 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Die Klopfpeitsche lag bei uns - wir waren drei Geschwister - stets griffbereit auf dem Küchenschrank in unserer Wohnküche. Dort wurde gekocht, dort hielt man sich auuf, dort gab es den Hinternvoll, wenn es sein mußte. Ängstlich schauten wir immer zu dem Siebenstriemer, der nur darauf wartete, unsere Ärsche zu striemen. Und dann wars mal wieder soweit. Vater nahm die Riemenpeitsche und dann gings über unsere Hinterbacken. Zum Ritual gehörte, dass sofort die Hosen herabgelassen werden mußten, denn Schläge gab es nur auf den Blanken. Vater wollte unsere Hosen nicht ausstauben; außerdem - so meinte er - würden wir ja kaum etwas spüren, wenn wir die Hose anbehalten. Nach einer Bestrafung waren wir dann imer für lange Zeit sehr brav, sahen wir doch ständig die Klopfpeitsche auf dem Schrank.
Auch Besucher konnen die Peitsche in Augenschein nehmen und nicht selten wurden wir Jungs gefragt, ob wir sie denn schon mal zu spüren bekommen hätten. Ja, wir hatten und es hat immer verteufelt wehgetan.
Werner schrieb am 28.9. 2006 um 10:05:51 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
An Michael und Heinz ...:
auch zu meiner Zeit gehörte es zum guten Ton der Familie statt eines Rohrstocks die Klopfpeitsche für die Bestrafung von uns Jungen und Mädchen zu benutzen. Meine Eltern hatten diesen »Siebenstriemer«, entsetzliche Riemen, die uns ganz schön einheizten, wenn es Schläge gab. Und meistens tanzten die Riemchen auf dem entblößten Hintern, weil unsere Eltern der Meinung waren, dass die Klopfpeitsche nur auf dem Blanken ihre richtige Wirkung zeige und fühlbar zu spüren sei.
Und damit wir immer Ehrfurcht vor diesem Züchtigungsinstrument hatten, hing die Klopfpeitsche in der Küche an einem eigens dafür in die Wand geschlagenen Hakens, für jedermann sichtbar, der die Küche betrat.
Ich erinnere mich an unseren Briefträger, der einmal Geld brachte und in die Küche gebeten wurde.Er sah den Siebenstriemer und meinte »hier herscht aber eine gesunde Ordnung«. Gleichzeitig fragte er mich, ob ich denn auch damit immer ordentlich den Hintern versohlt bekäme, wenn ich unartig sei und ob es auch tüchtig weh tue. Meine Mutter antwortete für mich und sagte »Selbstverständlich, der Werner weiß, wozu die Klopfpeitsche gut ist«. Ich hasste den Briefträger von diesem Tage an. Was ging ihn das an, ob ich Schläge bekomme und ob es auch tüchtig weh tun würde. Aber das waren halt andere Zeiten als heute. Auch meine Freunde, die mich besuchten, sahen natürlich die Peitsche an der Wand und stellten danach entsprechende Fragen. Das war aber weniger schlimm, denn auch sie bekamen Schläge zu Hause, ob mit der Klopfpeitsche oder dem Rohrstock, das war ganz unterschiedlich. Aber alle wußten, dass es schlimm ist, wenn man verprügelt wird.
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