>Info zum Stichwort Solarenergie | >diskutieren | >Permalink 
wugatsga schrieb am 18.5. 2003 um 01:57:56 Uhr über

Solarenergie

96 Die Pathologie derfossilen Ressourcenpolitik
sie sind nur ein Vorgeschmack auf eine Konflikteskalation, die die gesamte Weltzivilisation in existentieller Weise betreffen wird. Wie gefährdet die Zivilisation durch die Erschöpfung ihrer fossilen Ressourcenbasis ist, möchte ich im folgenden beschreiben.


Die kollektive Verdrängung der Verfü _qbarkeitsgrenzen

Der Widerspruch zwischen Lippenbekenntnissen und Faktenlage ist atemberaubend, aber wahr: Trotz aller Warnungen vor Umweltzerstörung durch verantwortungslosen Energieverbrauch; trotz aller politischen Absichtserklärungen und Beschlüsse auf nationaler und internationaler Ebene, ihn zu senken; trotz aller Fortschritte mit weniger energieintensiven Technologien und trotz der drohenden Erschöpfung der Ressourcen: Der Weltenergieverbrauch an fossilen Energien wächst stetig weiter, und zwar schneller denn je zuvor. Scheinbar unaufhaltsam nähern wir uns damit einem hochgefährlichen Kulminationspunkt: dem eines nicht mehr erfüllbaren Bedarfs an fossilen Ressourcen, deren Anbieter gleichwohl immer noch alles tun, um ihren Markt auszuweiten. Nach den Daten der Internationalen Energie-Agentur der OECD (IEA) stieg das kommerzielle Angebot zwischen 1971 und iggo von 4,9 Mrd. Tonnen Rohöleinheiten (dem üblichen internationalen Vergleichsmaßstab für alle Energieträger) auf 7,8 Mrd., also um etwa 6o %. Für den Zeitraum zwischen iggo und 2010 wird, ausgehend von einem »Mittleren« Wachstumsszenario, eine weitere Steigerung auf 11,5 Mrd. vorausgesagt - also um 48%, und bis zum Jahr 202o auf 13,75 Mrd. also um 77% gegenüber dem Jahr iggo.66 Erinnern wir uns: Auf der Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de janeiro 1992 wurde das Ziel festgeschrieben, den klimaschädigenden Energieverbrauch auf den Stand des Jahres iggo zu beschränken!
Man mag einwenden, daß bei solchen Prognosen die möglichen Energieeffizienzsteigerungen nicht berücksichtigt sind. Dem steht aber entgegen, daß diese IEA-Prognose von Preisannahmen ausgeht, die sogar höher liegen als real eingetroffen: Sie nimmt für den Zeitraum i998 bis 201o einen Preis für das Barrel Öl von 17 Dollar an; tatsächlich lag der Preis Anfang iggg unter 13 Dollar. Da auch die Strompreise durch die Öffnung der Strommärkte laufend sinken, ist es sehr wahrscheinlich, daß der Energieverbrauch sogar noch schneller steigen könnte als von

Die politischen Kosten fossiler Ressourcenkonflikte

der IEA erwartet. Die einzige effektive Möglichkeit zu eine und deutlichen Verbesserung der Energieeffizienz sind Energiepreise. Genau diese Steigerungen werden aber vor d grund des globalwirtschaftlichen Wettbewerbsdrucks mehr Schreckensszenario verworfen und politisch tabulsiert. E markt vor Weltschicksal: Diese Rangordnung der Wertig angesichts der ökologischen Folgen aus dem Marktprinzip e stisches Dogma.
Der überwiegende Teil dieses Energieverbrauchs wird Prognose fossile Energien betreffen, bei einem leicht steige der Atomenergie und einem nur geringfügigen Zuwachs bei erbaren Energien. Da die Internationale Energie-Agentur ei same Einrichtung der OECD-Regierungen ist, orientiere Investoren der fossilen Energiewirtschaft an ihren Prognosen fertigen damit entsprechende Investitionen. Die Regier OECD-Länder, die sich verpflichtet haben, ihren Energieve senken, protestieren gleichwohl nicht gegen diese von ihre meinsamen Energieagentur prognostizierten exorbitanten raten. Damit entlarven sie sich selbst als Lügner und Illusio selbe gilt für die Europäische Union, die gern die USA als Energieverschwender unter den Industrieländern anprang übrigen auf den großen Zuwachs in der dritten Welt ver auch bei den europäischen OECD-Ländern, die mit den EU staaten weitgehend identisch sind, ist von einem sinkend verbrauch an kommerziellen Energieträgern keine Rede: ig 1,15 Mrd. t Rohöleinheiten und stieg bis iggo auf 1,43 Mrd.; u bzw. 2020 werden 1,95 bZW. 2,05 Mrd. prognostiziert - also zwischen iggo und 2010 eine Steigerung um 36 % und bis 20 Der Beitrag erneuerbarer Energien wird in der IEA-Pro im globalen Betrachtungsrahmen weiterhin als marginal ein er 197i bei iio Mio. Tonnen Rohöleinheiten und iggo bei wird er bis zum Jahr 2010 lediglich auf 379 und bis 202o au Rohöleinheiten geschätzt. Träfen diese Voraussagen tatsä würde die Diskrepanz zwischen den kommerziellen Angebot tioneller und denen erneuerbarer Energien drastisch steigen ken. Ganz offenkundig schreiten wir auf dem bisher began trotz erkannter eklatanter Gefahren munter und mit erhöh

-02

fort. Dies zeigt sich auch an den globalen (' -Emissionen,



   User-Bewertung: -1
Wenn Du mit dem Autor des oben stehenden Textes Kontakt aufnehmen willst, benutze das Forum des Blasters! (Funktion »diskutieren« am oberen Rand)

Dein Name:
Deine Assoziationen zu »Solarenergie«:
Hier nichts eingeben, sonst wird der Text nicht gespeichert:
Hier das stehen lassen, sonst wird der Text nicht gespeichert:
 Konfiguration | Web-Blaster | Statistik | »Solarenergie« | Hilfe | Startseite 
0.0302 (0.0226, 0.0062) sek. –– 974076996