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Sorgen
Ich weiß nicht, wie Sie geschlafen haben. Manchmal wache ich morgens sehr früh auf. Das ist nicht, weil ich ein Frühaufsteher wäre. Wenn die Sorgen stark werden, dann merke ich das daran, dass ich mich morgens um halb Fünf oder Fünf wach im Bett wälze, ohne dass der Wecker mich aufgeweckt hat. Sorgen können einen würgen, fertigmachen und überfordern. Man kommt einmal nicht mehr raus, man kann nicht mehr sitzen.
Ich habe in der Bibel ein Wort gefunden, das heißt: «Alle eure Sorgen werfet auf Jesus. Er ist der menschgewordene Gott, er sorgt für euch».
Ich habe mir oft Gedanken darüber gemacht, wie ich meine Sorgen wegwerfen kann. Ich weiß, dass man Müll wegwirft, aber Sorgen? Kann man die wirklich wegwerfen? Ich mach es so, dass ich die in einem Gebet formuliere und sage: Jesus, du hast das versprochen, dass du dich um mich kümmerst. Das schafft ein Vertrauen, das ich spüre. Meine Verhältnisse sind unter der Kontrolle, ich bin nicht allein und die Sorge kann mich jetzt nicht erwürgen. Das gibt eine ruhigere Hand und einen kühlen Kopf für die Bewältigung der Aufgaben.
Bibel
Ich beginne meine Tage damit, dass ich mir ein paar Minuten Zeit dafür nehme, um einen Abschnitt in der Bibel zu lesen. Sie werden staunen - Gott hat uns die Bibel gegeben, damit wir für unseren Alltag Orientierung finden. Die Bibel ist kein Unterhaltungsroman, sondern sie ist so etwas wie ein Lebensbuch, eher so was wie ein Kochbuch oder ein Telefonbuch oder ein Stadtfahrplan. Wenn man es anwendet, dann wird es nützlich, hilfreich. Wenn ich tue, was da drinnen steht, wenn ich das Rezept koche, werde ich satt, wenn ich die Nummer wähle, die ich da lese, habe ich einen guten Kontakt, wenn ich die Straße fahre, die mir die Karte zeigt, komme ich zum Ziel. So ist das mit der Bibel. Wenn ich das, was ich verstanden habe, in die Praxis meines Lebens umsetze, dann mache ich eine Erfahrung, dann geht mir ein Licht auf und dann wird weiteres hell. Die Bibel wird zu einem außergewöhnlich wichtigen Buch, und das ganze Geheimnis daran ist, dass der Schöpfer selber dieses Buch gebraucht, um zu uns persönlich zu reden. Ich wünsche gute Erfahrung mit der Bibel.
Gebet
Ich habe mir neulich Gedanken darüber gemacht, ob das überhaupt Sinn macht, Gott um etwas zu bitten. Also, wenn es ihn überhaupt gibt, muss ich ihn erst informieren über meine Schwierigkeiten? Muss ich ihm Vorschläge machen, wie er meine Probleme lösen soll, wenn er das sowieso weiß? Macht das einen Sinn?
Jesus hat gesagt: «Bittet, dann wird euch gegeben». Gott ist kein Wunscherfüllungsautomat, aber er will für uns der liebende Vater sein, und das Bitten ist der Ausdruck der Vertrauens- und Liebesbeziehung. Ich darf zu ihm kommen mit meinen Sorgen - ich habe jeden Tag eine Menge davon - und ich freue mich, dass ich zu Gott Vater sagen und ihn bitten darf.
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