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wuming schrieb am 29.3. 2003 um 00:50:51 Uhr über

Medien

tensa. Der Körper ist Materie, eine Maschine. Zweitens die @denkende Substanz<, res cogitans, den Geist, und der ist immateriell, eigenständig und selbstbewusst. Die denkende Substanz, das ist die Seele, der Sitz der Vernunft und völlig frei. Das wurde ein paar Jahrzehnte später von Spinoza übernommen, der nur eine Substanz kannte, die er >Gott oder Natur@ nannte. Sie bildet, so meinte er, ein unendliches, ewiges, denkendes und vernünftiges Ganzes. Auch daran glauben heute manche Konstruktivisten, nur sagen sie nicht >Gott oder Natur<, sondern >hypervirtuelle Medientechnologle<.
Voltalre polemisierte gegen Descartes' Leib-Seele-Dualismus, er glaubte nicht an eine Seele, denn niemand habe sie)'e gesehen.
Das kommt mirplausibel vor, dass Menschen nichtständig denken. Also können wir auch nicht ständig konstruieren
Df-'R ANI;ÄNGER:
>,Die Aufklärung hat die Menschen als materiell tätige Lebewesen aufgefasst und damit auch ihr Denken als Ergebnis der materiellen Bedingungen -und genau deshalb mögen die Konstruktivisten die Aufklärung nicht
D@R FORTGESC[IRITTENE:
»Übrigens: Wegen des Leib-Seele-Dualismus mögen die Geist-Philosophen auch die Bilder nicht. Bilder präsentieren Leibliches, Körperliches, und deshalb sind sie dem Geist und damit - so behaupten die Geist-Philosophen - dem Verstand fern. Der reine Geist muss in viele Körper konvertierbar sein, aber das Bild legt den Geist fest.
Wenn wir aber nicht daran glauben, dass wir vom Leib-Seele-Dualismus beherrscht werden; wenn wir nicht annehmen, dass Menschen ständig denken und konstruieren können, brauchen wir die Annahme nicht mehr, Bilder seien dem Verstand fern oder sie legten den Verstand fest. Also haben wir die Freiheit, in Bildern zu denken! Dann sind Bilder nicht nur Verführung und Verdummung
DiF. FRE'UNI)iN:
>@Wie frei ist dann der Mensch eigentlich

DF,R ANI-@ÄNGi--,R:
»Mal sehen, was Voltalre über Willensfreiheit sagt

Nach dem Eintippen des entsprechenden Stichworts erscheint:

VOLTAIRE: Der unwissende Philosoph (1 766).
In: Ders.: Erzählungen, Dialoge, Streitschriften.
Martin Fontlus (Hrsg.). Berlin 1981, Bd. 3, S. 291, 336:

»Wirklich frei sein heißt etwas tun können. Wenn ich tun kann, was ich Will, dann bin ich frei. Aber ich will ja notwendigerweise das, was ich wollen kann, sonst hätte mein Wollen keinen Grund, keine Ursache,

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was wiederum unmöglich ist. Meine Freiheit beste fe, wenn ich laufen will und wenn ich nicht die Gi Meine Freiheit besteht darin, dass ich keine schl führe, wenn sie sich meinem Geist als unbedingt s ich eine Leidenschaft bezwingen wenn mir mein G keit bewusst macht und wenn der Abscheu vor di Begierde mit aller Macht niederkämpft. Wir könne ten zurückdrängen doch sind wir dann nicht f lung unserer Begierden, als wenn wir uns von uns reißen lassen. In dem einen wie dem anderen Fall f weigerlich unserer letzten Idee, und diese zuletzt notwendig, also tue ich mit Notwendigkeit, was si ist seltsam, dass die Menschen mit diesem Maß an den s ' ind, das heißt mit diesem ihnen von der Nat gen, in verschiedenen Fällen tun zu können, was s ne haben es nicht, wir aber besitzen es, und unser zuweilen vor, dass wir noch mehr von ihr besitze wir hätten die unbegreifliche und w'ders'nn'ge zwar ohne anderen Grund, ohne anderen Anlass al Zunächst einmal habe ch Ihnen nicht gesagt, d frei sei; ich habe gesagt, dass seine Freiheit in seine deln besteht und nicht in )'enem eingebildeten wollen

DiF, FR@,UNI)IN:

>,Also hat Freiheit nach Voltaire immer zwei Aspekte: dass ich tun kann, was ich will. Aber ob ich kann, h benheiten und von gesellschaftlichen Freiheitsspielr
D@IR ANI@ÄN(;ER:
... die erkämpft wurden und werden müssen
D@.i@ FoR'I'(;@,S(@fiRI'I"FENE:
»Und: Ob ich tun kann, was ich will, hängt davon schaftlich geprägtes Subjekt wollen kann. Darin sin
L)i-,R ANI@ÄNCFR:
»Also: Wir wollen etwas aus Notwendigkeiten he angeblichen Naturnotwendigkeiten einer angeblich logischen Seele, sondern weil wir gesellschaftliche
DER FoR'I'(;1-IS(,[iRl'r'Ff.NE:
@>Die klassische kritische Theorie wurde sagen: Un schaftlich vermittelt, und deshalb können wir, angesi Widersprüche, auch autonome Sub'ekte sein. Wir k



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