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solarschule schrieb am 6.3. 2003 um 04:14:30 Uhr über

Medien

DER KOMMUNIKATIONSSOZIOLOGE:

»Entschuldigung wenn ich ein wenig Kritik anmelden dürfte, ich will nicht von oben herab etwas Verächtliches sagen, ich meine das ganz konstruktiv und keineswegs herablassend, aber ich möchte doch sagen dürfen wollen können, dass es auch die Habermas-unterfütterte Kommunikationstheorie gibt, und die hat immer auch was mit öffentlichem Diskurs zu tun

DER ERSTE MEDIENÖKONOM:
»Höre ich Wertung aus Ihrem Beitrag?-
DER KOMMUNIKATIONSSOZIOLOGE:
»ja, schon
DER ZWEITE MEI)IENÖKONOM:
»Das möchte ich festgehalten wissen, Sie sind nicht wertfrei
DER ERSTE MEDIENÖKONOM:
(laut) »Wir brauchen keine wertende Diskursethik. Wir wollen keinen Kulturpessimismus, keine Larmoyanz. Wir wollen wertfrei erforschen, was den Unternehmen nützt. Dazu brauchen wir eine transdisziplinäre Aufmerksamkeitsökonomie. Sie ist der Schlüssel zum zahlenden Kunden. Medienkommunikation ist Gabentausch. Aufmerksamkeit ist die getauschte Währung. Die Produktion von Aufmerksamkeit ist Produktion von sozialen Kapitalien. Öffentlichkeit, das ist yesterday.«
DER MEDIENBETRIEBSWIRT:
»Ich möchte auf meine Theorie hinweisen. Meine Theorie zeichnet sich dadurch aus, dass sie in zwei Phasen abläuft. Es gibt in meiner Theorie eine erste Produktionsphase. Das ist das Ding, da kommt das Ding raus, der Content. Dann kommt die zweite Phase, da kommen die Nutzer dazu. So wird aus dem Ding, das hinten rauskommt, ein Medl'UMDER ERSTE MEDIENÖKONOM: »Die Unternehmen versuchen, Aufmerksamkeitskapital monetär umzuwandeln. Für mich ist das wirtschaftsethisch vollkommen in Ordnung
DER KRITISCHE Ml-,DIENFORSCHER:
»Der eigentliche Gegenstand der Medienökonomie müsste der Oligopolkapitalismus und die Tauschabstraktion sein. Adorno meinte,...« EINE STUDENTIN: (leise zum Nachbarn) »Adorno bäh

Die Studentin ist beim Frauenrat am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften ihrer Universität aktiv. Sie hatte dort im Aufzug ein Plakat ausgehängt, darauf stand in Großbuchstaben: »Kulturindustrie bäh! @. Das war mit einem Aufruf verbunden, einer Arbeitsgruppe über Werbung und Marketing beizutreten.
DER KRI-rISCHF.MEDIENFORSCHER:
»... dass die Fatalität der Menschheit etwas mit dem Tauschakt zu tun hat,
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mit der Reduktion der gegeneinander zu taus Äquivalentes, Abstraktes.«
DERPHII,OSOPH:
»Das ist längst überholt, damit können Sie hi seren heutigen Erkenntnissen ist das Gesetz schon durch Menschen konstruierte symbolv durch welche Gruppengefühl und damit Ident vom Wesenswillen, wie Tönnies das so treffe DER KRITISCHE MEDIE (unbeirrt) »Adorno meinte, dass in den getaus tion von den eigentlichen Interessen der Taus
EIN DumMKOPF:
(ruft dazwischen) @>Wlcso reden Sie überhaup der Vergessenen Theorie! -
DER KRITISCHE MFDIE (ignoriert den Dummkopf) »Um so mehr ist weit aglerenden supranationalen Konzernen DER PHII,OSOPH: (unterbricht) »Ich habe 'ahrelang als Berater ei Chefs gearbeitet. Was die Manager suchen, sind te, also Inhalte, die in horizontaler Konzent Medien und weltweit verrnarktbar sind
DER KRITISCHE MFR)IE

1 @,Darin ist eine Abstraktion von den e' igentlich den angelegt. Es müssen erfolgreche med,enk werden, und die abstrahieren von den realen ten.«

DI-R Ml-I)lf.NOKONOM
»Warum ist das Erfolgreiche erfolgreich? We
Man braucht nur die Menschen befragen, ob c
DER
(unterbricht) »Das weltweit kommerziell Erfo es in Inhalt und Gestaltung auf weltweit vor abstrahiert.«
DER FRS'I@l@', M@,1)lbNOK »ja, auf Lifestyles. Die Wertschöpfer surfen a fen Aufmerksamkeitskapital. Das ist für mich
in Ordnung
DER Sys,rbm-riiE0Ri-,TIK
»Lifestyles haben in unseren hyperkomplexen
Anschluss- und @rlentlerungsfunktion. Das



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