Gotik
Bewertung: 3 Punkt(e)Die Reinheit der Linien, die Klarheit der Strukturen...man wird nur noch gen Himmel gezogen und hat das Gefühl zu schweben. Man wird berauscht von den kalten Steinen.
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| Der erste Text | am 22.2. 1999 um 18:48:50 Uhr schrieb Tanna über Gotik |
| Der neuste Text | am 20.1. 2019 um 23:43:30 Uhr schrieb Punktum über Gotik |
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am 27.2. 2005 um 08:11:59 Uhr schrieb
am 29.5. 2005 um 20:24:02 Uhr schrieb
am 5.9. 2006 um 21:20:27 Uhr schrieb |
Die Reinheit der Linien, die Klarheit der Strukturen...man wird nur noch gen Himmel gezogen und hat das Gefühl zu schweben. Man wird berauscht von den kalten Steinen.
Ich stand vor der Gotischen Kirche, und erschrak. Schon der Kölner Dom hatte mich damals nachhaltig aus der Fassung gebracht, unnötig darauf hinzuweisen, daß mir nun Schweißperlen auf der Stirn standen, und ich, frustriert und entnervt, am liebsten einen Passanten niederschlagen wollte.
Da kam einer mit Schnauzbart.
Ich verpasste ihm von hinten erst eine auf den Hinterkopf, und als er sich erschrocken umdrehte einen Schlag in die Hoden und einen auf die Nase.
Der Kerl war augenscheinlich stärker als ich, aber mit meinem Hinterhalt kam er nicht zurecht. Er taumelte nach hinten, ich machte einen Schritt nach vorne und schlug ihm auf den Hals, zog dann mein Knie nach oben, und traf sein Kinn, bevor ich ihm noch jeweils einen heftigen Schwinger auf das rechte und linke Jochbein verpasste.
Schlechte Architektur hatte mich schon immer sehr aggressiv gemacht.
Mir fallen dazu zum Beispiel »Die Säulen der Erde«, dieser Roman von Ken Follett ein, in dem auf leichte und unterhaltsame Weise ein Stück Hochmittelalter, Lebensweise und Gesellschaftsstruktur - und der damit verbundene, aufkommende Baustil - nämlich die Gotik - beschrieben und in Abgrenzung zur Romanik/ Spätromanik, erklärt wird.
Ganz eindrucksvoll sind auch die (zumindest in der Leinenausgabe von 1989 enthaltenen Schwarzweißzeichnungen).
ein Baustil des Hoch- und ausgehenden Mittelalters, der von Frankreich ausgehend sich in Europa durchgesetzt hat. Die genaue Wiege der Gotik liegt in Île-de-France (ab Mitte 12. Jhd.), sie setzt sich in Deutschland erst ab ca. 1230 durch.
Kennzeichnend für den gotischen Baustil ist die filigrane Spielerei der einzelnen Bauteile mit dem Raum, so daß die Architektur spielerisch und leicht (manchmal auch zerbrechlich) wirkt -- ganz im Gegensatz zum wuchtigen Baustil der romanischen Kirchen. Weiteres typisches Merkmal sind die Spitzgiebel, die sich an Kirchenfenstern und in Säulenreihen finden (im Ggs. zu den Rundbögen der Romanik).
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