Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »PoliticalCorrectness«
Firmian schrieb am 4.5. 2000 um 11:27:09 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
In meiner Kindheit gab's noch Neger. Die scheinen dann ausgestorben zu sein, dafür gab's dann Schwarze. Die gibt es inzwischen aber auch kaum noch, da sie, falls sie in den USA leben, zuerst Afro-Amerikaner wurden und später African Americans. Und die in Europa lebenden, hm, tja, Afro-Europäer wahrscheinlich. Na ja, sind ja nicht so viele wie zB Turco-Germanen.
In der Neuauflage von »Winnetou« ist wahrscheinlich auch nur noch von »American Natives« die Rede, während in Südamerika diese Leute »indigen« sind, dh von Indianern abstammen, aber offenbar selber keine mehr sind. Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Bei Karl May waren doch die Indianer immer die Helden, und auf einmal soll das ein politisch unkorrektes Schimpfwort sein? Witzigerweise wird durch die pc ja erst indirekt ausgedrückt, daß Neger und Indianer offenbar minderwertig sind und deshalb nicht so genannt werden dürfen.
Ähnlich bei ausländischen Städtenamen: Während Beograd straffrei Belgrad genannt wird, Moskwa Moskau, Warszawa Warschau und Athinai Athen genannt wird, wäre es politisch unkorrekt, für die kroatische Hauptstadt Zagreb den deutschen Namen Agram zu benutzen. Das verstehe ich nicht.
Früher wußte auch jeder, was gemeint war, wenn von »Studenten« die Rede war: Natürlich alle Personen, die studieren. Heute ist das nicht mehr so klar, denn das sind ja p.c. StudentInnen. Studenten sind heute, will man politisch korrekt sein, nur die männlichen Studierenden.
Rudi schrieb am 8.6. 2002 um 22:09:38 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Liebe FrauInnen und Frauen!
Wann gibt es endlich lebenslänglich für VergewaltigerInnen?
Eaglebert schrieb am 14.12. 2000 um 20:50:10 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
wer einen Kleinwüchsigen das Leben leichter zu machen glaubt, indem er ihn als »vertikal herausgefordert« bezeichnet, ist deswegen kein Trottel.
Das heißt jetzt:»Anders begabt«
Pankar schrieb am 11.8. 2006 um 15:30:35 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Kampfbegriff rechter Pocken. Wird fast stets im Kontext mit »Alt-68er«, »sozialromantisch«, »Gutmensch« abgesondert und lässt zwanglos wenig schmeichelhafte Aussagen über die Emittenten der Sprüche zu.
MvD schrieb am 10.9. 2004 um 16:27:07 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Political Correctness ist das effektivste Mittel einer Partei, Aktivität vorzutäuschen. Ihr weg, Probleme zu beseitigen, ist, alles, was mit ihnen zusammenhängt, neu zu benennen.
Klassischstes Beispiel war die erste Reaktion der Politk auf die Frauenbewegung, nach der an jeden Nominativ-Plural das Präfix »Innen« angehängt wurde (LeserInnen, WählerInnen, ...). Durch diese Aktion für zu blöd verkauft, um zu verstehen, daß sich »Liebe Zuhöhrer« natürlich nicht nur auf die Männer beziehen soll, spaltete sich von der Frauenbewegung bald der Gynozentrismus ab.
Auf diese Weise wurde auch die Unterdrückung anderer Randgruppen gelöst: der Neger wurde zum Schwarzafrikaner, der Eskimo wurde zum Inuk, usw. Damit war diese Frage auf politischer Ebene geklärt. Das Problem zu lösen, daß der Neo-Nazi im Verprügeln von »Kanacken« und »Mitbürgern ausländischer Herkunft« wenig Unterschied macht, obliegt denen, die es betrifft.
| Einige zufällige Stichwörter |
Kopfnote
Erstellt am 3.10. 2005 um 13:17:49 Uhr von ARD-Ratgeber, enthält 4 Texte
kunstkritik
Erstellt am 19.7. 2002 um 15:51:17 Uhr von sumpi, enthält 8 Texte
VivienneWestwood
Erstellt am 25.6. 2015 um 14:11:49 Uhr von las Grausames über Cato und, enthält 14 Texte
Körbchengröße
Erstellt am 31.5. 2001 um 16:00:24 Uhr von Nils the Dark Elf, enthält 105 Texte
Verladekran
Erstellt am 4.11. 2003 um 16:32:40 Uhr von elfboi, enthält 4 Texte
|